19. Januar 2015

Unbekanntes Friaul: Pordenone with Love

Category: Tourismus,Veranstaltungen @ 21:16

Pordenone with Love

Die nach der gleichnamigen Stadt benannte Provinz Pordenone liegt der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Im Dezember hat sie sich als Wein- und Tourismusregion mit einer großen Veranstaltung im Wiener Museumsquartier präsentiert. Touristisch kann die Region, die mit roten Herzen und dem Slogan “Pordenone with Love” wirbt, vor allem mit den zum UNESCO Welterbe zählenden Friaulischen Dolomiten glänzen. Wem Wein- oder Gebirgswanderungen nicht mehr ausreichen, der findet hier Wildwasser- und Kletterrouten die es in sich haben.

Pordenone Provinz in der Region Friaul-Julisch Venetien in Norditalien

Nach einem kurzen Seminar über die Region ging es an die Verkostungsstände. In der Region wird eine wilde Mischung aus internationalen und uralten autochthonen (alteingesessen) Rebsorten angebaut. Offiziell sind derzeit rund 350 autochthonen Rebsorten in Italien registriert, die noch angebaut werden. Bereits davon besitzt bereits gut die Hälfte keine kommerzielle Bedeutung mehr. Weitere 300+ italienische Rebsorten sind inzwischen in Genbanken erfasst, werden aber nicht mehr angebaut. Die größe Anzahl – weit mehr als tausend Rebsorten – sind noch gar nicht katalogisiert, weil von ihnen nur noch einzelne Stöcke existieren. Allein bei einer vor wenigen Jahren in Kalabrien durchgeführten Studie stießen Experten auf 100 weitere, noch niemals wissenschaftlich beschriebene Sorten.

Gute Stimmung an den Verkostungsständen

Ganz typisch für viele dieser alten Sorten ist, dass oft nur noch ein einziger Betrieb diese Varietäten kultiviert und ausbaut. So auch bei Emilio Bulfon, der Weine aus Forgiarìn, Sciaglìn, Ucelùt, Moscato Rosa sowie diverse weitere Raritäten präsentierte.

Weine aus autochthonen Rebsorten von Emilio Bulfon

Am meisten Spaß hatte ich am Stand der Tenute Tomasella, wo Annette Lizotte aus der #Winelover Online Community Weine aus deutlich bekannteren Rebsorten (Chardonnay, Glera, Weißburgunder…) und vor allem wunderbar gelungene Schaumweine (Prosecco, Spumante Rigole Brut) für sehr kleines Geld präsentierte.

Annette Lizotte von der Tenute Tomasella

Die Veranstaltung in Wien war ein echtes Highlight für die Region. Sogar Giorgio Marrapodi, der neue italienische Botschafter in Österreich war zu Gast und sprach ein (von der jungen Dame rechts charmant übersetztes) Grußwort.

Botschafter Giorgio Marrapodi bei seinem Grußwort im Museumsquartier

Sogar das ORF war zu Gast und berichtete ausführlich über die Präsentation und ein neues Friaul-Buch der ehemaligen Journalistenkollegen Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac, das auf der Veranstaltung vorgestellt wurde.

ORF im Interview mit Botschafter Giorgio Marrapodi

Weitere Fotos der Veranstaltung findet ihr auf der Facebookseite von Weinkaiser.de.

8. Januar 2015

Entspannte Größe von der Mosel

Category: Weinrallye @ 00:46

Von Marc Herold

Weinwichteln – Weinrallye

Wein geschenkt zu bekommen, ist an sich schon großartig. Wenn der Wein noch dazu von der Mosel kommt, kann nichts mehr schief gehen. Mein Weinpaket kam von Harald Steffens vom Weingut Steffens-Keß in Reil.

Der Wichtel fiel dann sogar noch grösser als erwartet aus, und enthielt eine Flasche Reiler Goldlay Riesling Auslese trocken von 2009 zusammen mit einer trockenen Spätlese aus 2013.

Harald Steffens ist nicht nur ein sympathischer Winzer sondern darüber hinaus noch Weinblogger und Vinocamp-Teilnehmer der ersten Stunde. Er schafft es auf seinem Blog „Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Kess“ die Winzerarbeit einfach und plastisch zu erklären und den Moselweinfans zu zeigen, was für eine ungeheure Arbeit ökologischer Weinbau in Steillagen bedeutet. Auf dem Vinocamp sind seine ehrlichen und unterhaltsamen Fragestunden zum Winzeralltag eine lebendige Tradition geworden.

Im Hause Herold ist das weihnachtliche Fondue eine noch viel länger bestehende Tradition wobei ich natürlich vor meinem geistigen Auge die Fragezeichen in den Mienen der Leser sehe „Er wird doch keinen Riesling zum Fleischfondue trinken?“ Doch, er wird. Die trockene Auslese passte dann auch sehr schön zu dem in Brühe gegarten Rinderfilet und den Dips. Die leichten Reifenoten und die reife Säure passen prima zu dem Fleisch und die Zitrus – und Grapefruitaromen schlagen die Bücke zu den fruchtigen Bestandteilen der Saucen.

Aber auch allein getrunken macht der Wein viel Spaß. Trockene Weine von der Mosel haben ja manchmal etwas Angestrengtes oder sind nicht wirklich trocken. Diese trockene Auslese wirkt allerdings völlig unangestrengt und perfekt ausgewogen. Hier hätte ich gerne ein paar mehr Flaschen um zu sehen, wie der Wein in vier oder fünf Jahren schmeckt.

Die trockene Goldlay Spätlese aus 2013 zeigt sich dagegen jahrgangstypisch schlank, mit einer sehr kernigen Säure und einer noch recht grünen Aromatik. Aber auch hier beeindruckt die handwerkliche Klasse und die Unangestrengtheit, die der Wein ausstrahlt. Harald schafft es, harte Arbeit im Weinberg in entspannten Genuss im Glas zu verwandeln.

In ein paar Jahren wird die 13er Spätlese ihr inneres Gleichgewicht gefunden haben und bestimmt wieder zu einem Weihnachtsmenü passen. Vielleicht habe ich ja auch dann wieder Glück beim Wichteln.

27. Oktober 2014

Ein Abend mit viel Durst!

Category: Wein @ 22:02

Andreas Durst in seinem Fasskeller....

Chris T. Gampe ist Vinophiler Käsedealer in Berlin. Der 34-Jährige ergreift hier und drüben bei Dirk Würtz gelegentlich als Gastblogger das Wort.

Von

Es ist 10:00 Uhr morgens. Der Bass der letzten Stunden wabert immer noch durch meinen verschwitzen Körper. Mein Mund ist trocken, mein Hemd zerrissen, ich habe Glitzer im Gesicht und mein Handy ist weg…..

Doch von Anfang an.

Gestern Abend habe ich mal wieder ein paar Leute zum gemeinsamen Abendessen eingeladen. Ich mache das einmal im Monat. Die Runde besteht aus den unterschiedlichsten Charakteren. Einer von Ihnen ist René. Er ist der totale Unsympath wenn Kokain mit im Spiel ist, ansonsten ist er jedoch sehr einfühlsam und hilfsbereit. Britta, die mittlerweile eine kleine Buchhandlung im Berliner Friedrichshain führt, ist auch mit am Start. Sie wird heute durch ihren Bekannten begleitet, einem Partytourist aus Barcelona, der im Berghain zu wohnen scheint.

Durst Weine

AngelDu(r)st, 2013, Pfalz/Rheinhessen, Riesling/Sylvaner

Zur Begrüßung schenke ich heute den AngelDu(r)st aus. Einem Wein vom Fotografen und Winzer Andreas Durst (Pfalz) der den Sylvaner beisteuert und dem Winzer Albrecht Engel (Rheinhessen), der für die nötige Dosis Riesling verantwortlich ist.

In der Nase frisch gemähtes Gras, verschiedene Fruchtnoten wie Birne und Stachelbeere sowie grüne Walnüsse. Der Wein ist nicht „laut“, ganz im Gegensatz zu dem steigenden Geräuschpegel in meinem Apartment.

Am Gaumen kickt eine wirklich brutal kräftige Säure auf meine Geschmacksnerven. Das ist kein Anfängerwein, aber ein perfekter Anfang für diesen Abend!

Durst Weine

Die Gäste unterhalten sich und trinken. Das ist der erste gute Moment, um mich kurz in die Küche zu verabschieden.

Immer wieder höre ich aus dem Wohnzimmer die lautstarke Stimme von René:

„Ich bin Bestatter. Ja verdammt, ich bin 28 Jahre alt und Bestatter. Das kommt bei keinem ersten Date gut an, wenn du irgendwann sagst: „und ich bin übrigens Bestatter, Baby, wollen wir zu mir oder zu dir?“

Sein Vater, dem die Firma „Ihr Sarg und unsere Sorge“ gehörte, ist letztes Jahr frühzeitig verstorben.

In der Zwischenzeit brate ich die Jakobsmuscheln kurz und heftig auf beiden Seiten an, sodass sie im Inneren schön glasig bleiben und löse für die Sauce ein paar Safranfäden in Weißwein auf.

Sylvaner 2013, Andreas Durst

Diesen Wein werde ich auch zur Vorspeise servieren. Ich habe ihn vorher kurz durch die Karaffe gejagt, damit er schneller zugänglich wird. Dieser Silvaner ist für mich eher ein Riesling. Er ist knochentrocken, wie alle der Durst`schen Weine und unheimlich mineralisch. Leichte Bitternoten und eine fantastische Salzigkeit wirken animierend und versprechen hohen Trinkfluss. Während des Kochens muss ich mich zurückhalten weiter zu trinken, denn vom Sylvaner habe ich für den heutigen Abend nur zwei Flaschen parat.

Die Jakobsmuscheln und die Safransauce sind fertig. Ich brate noch ein paar Speckstreifen von der uckermärkischen Sau an, um das Gericht abzurunden.

Die Vorspeise kommt super an, genauso wie der Wein. Das leicht rauchige, salzige des Specks, die Röstaromen der Jakobsmuschel, sowie die sanfte Bitternote des Safrans spiegeln perfekt das Aromenspektrum des Sylvaner von Andreas Durst wider.

René kommt weiterhin auf Touren und schüttet sich und den anderen Gästen fleißig nach, sodass sich die zweite Flasche auch zügig leert.

Durst Weine

Der Große Durst WB/GB 2013

Zurück in der Küche richte ich das dazu passende Sashimi bestehend aus Meeraal, Thunfisch, Lachs, Schwertfisch und Makrele an. Dazu gibt es Sojasauce und frisch geriebenen Meerrettich aus Brandenburg dazu.

Im Glas rieche ich etwas Holunder und Birne sowie weißen Pfeffer und frisch geriebenen Muskat. Nach einigem Schwenken purzeln auf einmal verschiedene exotische Früchte wie Maracuja, Ananas und Stachelbeere aus dem Glas. Das ganze wirkt stets elegant und niemals plump. Die feine spitze Säure trennt diesen Wein rasiermesserscharf von den sonst so üblichen und belanglosen „Allerweltsburgundern“.

Die ersten Technoplatten werden aufgelegt und füllen den Raum mit wummernden Bässen und graden 4/4 Beats!

Während die Gäste im Wohnzimmer ihren Spaß haben, nehme ich den über Nacht marinierten Schweinebauch aus dem Kühlschrank und lege ihn in eine Reine. Der Ofen ist auf 220 Grad Celsius vorgeheizt und ich schiebe das Teil hinein. Dazu werde ich Jasminreis und knackiges Wokgemüse servieren.

Durst Weine

Dorf, Spätburgunder 2011, Andreas Durst

In der Nase erst rauchig und verhalten. Etwas später, nach dem Karaffieren, springen mir dann fruchtige Walderdbeeren ins Gesicht. Der Wein hat Druck, Kraft und Frische zugleich und ist für 10 € ein absoluter Knaller. Das ist für mich ein asiatischer Schweinebauchwein!

Die Stimmung ist grandios, sowie diese Weine. Gegen halb drei schlägt der Partytourist aus Barcelona vor ins Berghain zu gehen. Auf dem Weg zum Taxi bekomme ich schon die erste Ladung Glitzer an die Wange geschmiert.

Der Dorfwein begleitet uns noch bis vor die Tür des Großstadtclubs….

Durst Weine

23. Oktober 2014

Traditionsweingut Koehler-Ruprecht verlässt VDP

Category: News @ 22:31

Koehler-Ruprecht Kallstadter Saumagen Riesling Auslese trocken R

Das bekannte Weingut Koehler-Ruprecht aus Kallstadt (Pfalz) ist seit 1926 Mitglied im Verband der Prädikatsweingüter (anfangs im Verein der Naturweinversteigerer der Rheinpfalz, dem Vorläufer des VDP Pfalz). Diese Woche hat CEO Dominik Sona seinen Austritt aus dem VDP zum Jahresende bekanntgegeben.

In jedem Jahr verlassen zwei-drei Betriebe den Verband, meist hat das mit sinkender Weinqualität zu tun. Im Fall Koehler-Ruprecht allerdings hat es nicht im geringesten mit der Weinqualität zu tun und war für Insider trotzdem schon eine ganze Weile erwartbar. Ernst wurde es mit dem im Sommer 2012 in Neustadt gefassten Beschluss des VDP, künftig alle trockenen Lagenweine nur noch als Qualitätswein (und damit ohne Prädikatsangabe) zu bezeichnen. Anfänglich wurde die Tragweite dieser Entscheidung von vielen Beteiligten und Kommentatoren unterschätzt, da der Verband unzählige Ausnahmeregelungen genehmigte oder duldete. Damit soll nun jetzt Schluss sein. Am 03. Juli dieses Jahres hat der VDP auf seiner Bundesmitgliederversammlung im Hattenheimer Weingut Balthasar Ress beschlossen, die Vielzahl der bisher geduldeten Ausnahmeregelungen auslaufen zu lassen. Diese Entscheidung fiel einstimmig, man muss dabei allerdings berücksichtigen, dass auf den Bundesmitgliederversammlungen der Prädikatsweingüter nicht jeder einzelne Mitgliedswinzer stimmberechtigt ist, sondern die Regionalverbände jeweils eine Stimme für fünf Mitglieder haben. Die klare Mehrheit hat sich für diesen Weg entschieden, einer kleinen Anzahl von Mitgliedsbetrieben unterschiedlicher Regionen bereitet sie allerdings echte Probleme.

So auch dem Nahe-Weingut Tesch, das schon zu Jahresbeginn keinen Sinn darin sah, seine erfolgreiche und über viele Jahre aufgebaute eigene Klassifikation mit unterschiedlichen Kabselfarben für unterschiedliche Lagennamen aufzugeben und auch die Konsequenzen zog. Bei VDP Mitgliedsbetrieben dürfen trockene Weine künftig nur noch mit Lagennamen gekennzeichnet sein, wenn es sich um Große Gewächse oder Erste Gewächse handelt (auch Erste Gewächse sind laut VDP-Mitgliedsstatuten nur noch in einem Teil der Regionen zulässig).

Grundsätzlich halte ich die vom VDP angestrebte Vereinfachung des Bezeichnungsrechts für absolut sinnvoll, da schon in Deutschland nur ein sehr kleiner Teil der Weininteressierten (im Ausland schlicht niemand) die Vielzahl der aktuellen Bezeichnungen auf den deutschen Weinetiketten richtig versteht. Für einen Betrieb wie Koehler-Ruprecht allerdings, dessen trockene Spätlesen und Auslesen mit den Zusätzen R und RR seit mehr als 20 Jahren zu den wenigen auch international bekannten und gesuchten Ikonen des deutschen Weinbaus zählen, wäre es schlicht schwachsinnig, diese etablierte und wertvolle Marke aufzugeben, künftig alle Rs und RRs von den Etiketten wegzulassen und fortan nur noch ein GG und einen trocken Ortswein zu füllen. Sowohl das Weingut (das künftig auf einige Vermarktungskanäle verzichten muss) als auch der Verband (der ein langjähriges und sehr renomiertes Mitglied verliert) bedauern die Entscheidung, nachvollziehen kann sie allerdings nahezu jeder.

VDP-Präsident Steffen Christmann: “Klar ist es schade wenn jemand den Weg nicht weiter mit gehen will. Gerade auch wenn man im Gespräch ist. Aber letztlich beruht eine so große Gruppe immer auf dem Kompromiss und der Bereitschaft seine eigenen Ziele einzuordnen.”

Werden weitere Austritte folgen? So extrem wie bei Koehler-Ruprecht, die in guten Jahren auf fünf-sechs bekannte Spitzenweine verzichten hätten müssen, stellt sich die Situation selten dar. Oft geht es nur um einen lange etablierten Wein, für den eine neue Lösung gefunden werden muss (z.B. Künstlers bisherige trockene Goldkapselauslese), die Frage des Lagenverbrauchs und den Angabe von Lagennamen ausschließlich auf GGs und EGs bereitet aktuell hingegen noch diversen Mitgliedswinzern starke Bauchschmerzen, gerade den Betrieben, die sehr große Flächen in Spitzenlagen besitzen.

Pressemitteilung des Weinguts Koehler-Ruprecht:

Als langjähriges Mitglied im “Verein der Naturweinversteigerer der Rheinpfalz” gehört das Weingut Koehler-Ruprecht seit 1926 dem heutigen VDP an. Eine Tradition, die alle Beteiligten mit Stolz erfüllt.

Diese Ära endet nun. Das Weingut verlässt die Reihen des VDP zum 31.12.2014. Geschäftsführer Dominik Sona und die Besitzerfamilie Sauvage bedauern es sehr, diesen Schritt gehen zu müssen.

Der Austritt des Weinguts steht am Ende einer langen Entwicklung, zu dessen Beginn 1997 eine gemeinsame “Erklärung zur Lage” mehrerer Weingüter, darunter auch Koehler-Ruprecht, stand. Darin wurden Kriterien für die Erzeugung hochwertiger trockener Rieslinge aus besten Lagen festgelegt.

Der Grund unseres Austritts beruht im Wesentlichen auf der Übereinkunft der Kollegen, dass künftig alle trockenen Weine nur noch als Qualitätswein bezeichnet werden sollten und damit angereichert werden dürfen. Koehler-Ruprecht hingegen produziert aus Überzeugung Prädikatsweine, die in der ursprünglichen Tradition der Naturweinversteigerer stehen. Nicht angereicherte Moste sind für uns die Voraussetzung für authentische Weine, die ihren Jahrgang widerspiegeln.

Weiterhin sieht die neue VDP-Klassifikation mit dem Lagenverbrauch vor, dass aus einer “VDP.GROSSE LAGE” – und als diese ist unsere wichtigste Lage Kallstadter Saumagen klassifiziert – nurmehr ein trockener Rieslingwein erzeugt weerden darf. Eine Einschränkung, die unserer Philosophie diametral gegenübersteht und gegen unser Credo, kompromisslose Weine zu erzeugen, verstößt.

Wir sind der festen Überzeugung, dass nicht das Bezeichnungsrecht einen großen Wein definiert, sondern nur der Wein selbst. Da die 2012 im “Neustadter Beschluss” festgelegte Klassifikation von allen VDP-Betrieben mit dem Jahrgang 2012 umgesetzt werden muss, sind wir gezwungen, die Mitgliedschaft zu beenden.

Die Rolle der trockenen Prädikatsweine für Koehler-Ruprecht

In unserer Hauslage Kallstadter Saumagen, die durch unsere Weine weltweite Bekanntheit erlangte, erreichen wir durch verschiedene Lesedurchgänge eine Vielzahl an (trockenen!) Prädikatsweinen, die aufgrund ihrer Grundverschiedenheit in puncto Alkohol, Dichte und Mineralität ihre Berechtigung haben.

Wir möchten auch weiterhin in der Tradition des Naturweins stehen. Ein Begriff, der zwar seit 1971 nicht mehr geführt werden darf, für Koehler-Ruprecht aber nach wie vor große Bedeutung besitzt.

Die Prädikate richten sich nicht streng nach den Oechslewerten, der Reifemessung, sondern vielmehr nach dem Geschmack. Sie beschreiben den Charakter der Weine: Die leichtesten und eher erfrischenden Essenbegleiter werden als Kabinett bezeichnet, die am stärksten von der Mineralität geprägten Rieslinge als Spätlese und die komplexesten als Auslese. Die Trauben mit dem feinsten Aroma sind die Grundlage für die “R” und “RR”-Rieslinge, die als Reserve erst nach bis zuu 7 Jahren Reife in den Verkauf kommen.

Zu den neuesten Entwicklungen in der Geschichte des Weinguts Koehler-Ruprecht

Mit dem seit einigen Jahren geplanten und 2009 realisierten Verkauf ging eine Familienära zu Ende. Die neuen Besitzer, die Familie Sauvage, der auch das Weingut Burn Cottage gehört, ist dem Weinbau von Herzen verbunden.

Bernd Philippi war dem Weingut auch danach noch ein wertvoller Ratgeber, die treibende und den Stil bewahrende Kraft ist jedoch seit mehr als 4 Jahren Dominik Sona. Er und sein Team führen das Weingut im Sinne von Bernd Philippi weiter.

So steht Koehler-Ruprecht auch weiterhin für: Lange Reife der Trauben am Stock und der Weine im traditionellen Holzfass sowie lange Flaschenreife bei den Top-Qualitäten und einer Klassifikation nach Prädikaten, um der Überzeugung vom einzigartigen Koehler-Ruprecht-Stil besonderen Ausdruck zu verleihen. Der Stil von Koehler-Ruprecht kennt keine Moden.

25. September 2014

I am Franzen

Category: Wein @ 14:30

Franzen 2013er Kollektion

Chris T. Gampe ist Vinophiler Käsedealer in Berlin. Der 34-Jährige wird hier künftig gelegentlich als Gastblogger das Wort ergreifen. In den Sozialen Medien ist er bereits seit langem regelmäßig rund um das Thema Wein aktiv. Dies ist sein erster Blogbeitrag.

Von

Der erste Sex ist meistens ausbaufähig. Der erste Artikel auch.

Eines Vorneweg. Klar sind die 2013er zu jung, aber ich habe keine Lust den Artikel in 2-3 Jahren zu schreiben. Alle auftretenden Personen sind frei erfunden die Weine und ihre Wirkung aber sehr real!

Es geht heute um die Weine vom Weingut Franzen aus dem Ort Bremm an der Mosel. Dem wohl bekanntesten Ort der Moselschleife im Herzen der Calmont Region. Kilian Franzen führt das „Wertvolle Erbe“ mit seiner Frau Angelina nun seit 2010 gemeinsam. Ungewollt und ungeplant früh, dafür aber unheimlich gut. Das Schicksal wollte es so. Wir haben September 2014 in Berlin. Gerade ist der Altweibersommer zurückgekehrt, wenn auch nur für eine Woche, danach ist Schluss mit Minirock, Flip Flops und Eis am Stil. Die perfekte Gelegenheit sich noch mal die Sommeratmosphäre ins Glas zu holen. Also Flasche auf, Rüssel rein und Sonne an.

Der Sommer war sehr groß 2013
Die Rieslingtrauben dieses Weines stammen zum größten Teil aus dem Bremmer Calmont einem der steilsten Weinberge Europas. 50 Jahre alte Rieslingreben geben außerdem ihr bestes. In der Nase treffe ich auf frische Zitrusnoten, etwas süßlich in Richtung Amalfizitrone und Zitronenthymian, dann etwas gelber reifer Apfel. Am Gaumen kommt der Wein richtig saftig rüber gepaart mit einer gewissen Süße und Würze (grüner Pfeffer). Die tragende Säure vereint alle Komponenten zu einem recht freudigen Trinkspaß. Ein sehr fruchtiger Wein der nach einem Zitronenhähnchen aus dem Ofen schreit. Flasche leer? Trinkfluss Punkte: 2 von 5 Tropfen

Ich führe hiermit eine neue Punkteskala ein. NEIN! Wir haben noch nicht genug ;) Meine Skala ist außerdem sehr einfach zu verstehen und bezieht sich nur auf das Eine. Das Saufen, sprich den Trinkfluss. Frei nach Trappatoni: Flasche leer? Sie hat sonst keine weitere qualitative Aussage oder Bedeutung!

Neefer Frauenberg Riesling 2013
Weiter geht es mit dem Neefer Frauenberg Riesling 2013 (Lagenwein). Uiuiui. Schlank und elegant am Gaumen, das genaue Gegenteil von mir. Und da mich Gegensätze reizen ist das genau mein Ding. In der Nase etwas Grüne Feige und dezente Noten von grünem Tee. Am Gaumen dann eine betörend salzige Mineralik die nach einem zweiten und dritten Glas schreit. Das ist für mich schon sehr weit vorne in diesem Preissegment (10,90 €). Dieser Wein ist mein allein!! Flasche leer? Trinkfluss Punkte: 5 von 5 Tropfen

Bremmer Calmont Riesling 2013
Der Bremmer Calmont Riesling 2013 (Lagenwein) steht direkt gut temperiert neben dran. Und da ich keinen Korkenzieher brauche (Schraubverschluss) drehe ich ihm, noch euphorisiert vom Neefer Frauenberg einfach den Hals um. Hastig schenke ich mir ein Glas des goldgelb funkelnden Rebensaftes ein. Jetzt gehts ab! Als würden süßliche Zitronen Hand in Hand mit den Pampelmusen auf einer imaginären Rutsche aus Schiefer in meinen Rachen fließen. Das ist GENIAL. In meinem Übermut schmeiße ich aus Versehen das Glas vom Tisch aber anstatt die Scherben aufzukehren hole ich mir ein neues Glas aus dem Schrank und schütte nach. Irgendwie kommt mir das wie eine Symbiose aus dem Wein „Der Sommer war sehr groß“ und dem „Neefer Frauenberg“ vor. Die lebendige Säure tanzt auf meiner Zunge und ich habe meinen Spaß. Flasche leer? Trinkfluss Punkte: 3 von 5 Tropfen

Meine Frau ruft mich zum essen. Ich will hier nicht weg, denke ich mir. (more…)

11. September 2014

Anne Krebiehl – Deutschlands fünfte Master of Wine

Category: Allgemein @ 21:20

Institute Master of Wine

Die Ausbildung zum Master of Wine gilt als die schwierigste Herausforderung in der Weinwelt. Bisher haben 319 Absolventen aus 24 Ländern den meist kurz MV genannten Titel erworben, der 1953 erstmals vergeben wurde. Aus Deutschland hatten diese Ausbildung bisher vier Weinexperten absolviert:

  • Markus Del Monego, ehemaliger Sommelier-Weltmeister
  • Frank Röder, Weinhändler (VIF)
  • Jürgen Van der Mark, badischer Winzer und Geisenheim-Absolvent
  • Caro Maurer, Journalistin

Seit dieser Woche gehört auch Anne Krebiehl zu diesem erlauchten Kreis. Sie ist Deutschlands fünfte Master of Wine und die zweite Frau von hier, die diesen Abschluss erreicht hat.

Aufgewachsen im Schwarzwald, lebt Anne Krebiehl seit vielen Jahren in London. Am dortigen Institute Master of Wine hat sie nun die (schon im seltenen Idealfall) mindestens drei Jahre andauernde Ausbildung abgeschlossen. In der jüngeren Weinszene ist das sympathische und lebenslustige “Schwarzwälder Mädel in London“, wie sich sich selbst gelegentlich beschreibt, auch seit langem bekannt. Bei Twitter findet man sie beispielsweise unter twitter.com/AnneInVino

Anne arbeitet als freie Journalistin und schreibt u.a. für The World of Fine Wine, Harpers Wine & Spirit, The Drinks Business, Imbibe, Falstaff, Vinum, The Financial Times, Wine Enthusiast, Spectator Scoff!, Sommelier India, Decanter, Weinwelt, Connoisseur Magazine und den London Evening Standard. Seit September 2013 ist sie u.a. auch die feste Österreich-Verkosterin für das amerikanische Wine Enthusiast Magazine. Daneben tritt sie als Dozentin auf und berät Restaurants in Sachen Weinauswahl. Auf ihrer Website kann man eine ganze Reihe ihrer Zeitschriften-Beiträge nachlesen: anneinvino.com/writing/

In Deutschland konnte man sie zuletzt als Referentin beim Internationalen Spätburgunder Symposium 2014 in Bad Neuenahr erleben. Hier hielt sie einen Vortrag darüber, wie extrem sich die internationale Wahrnehmung von Deutschem Spätburgunder mit der Zeit gewandelt hat. Ein ebenso spannender wie unterhaltsamer Vortrag.

Insgesamt haben den Abschluss in diesem Jahr sechs Kandidaten erreicht, wie das Institute Master of Wine in London diese Woche bekannt gegeben hat. Neben Anne sind das

22. August 2014

Winemakers Dinner mit Château Canon und Château Rauzan Ségla

Category: Veranstaltungen @ 18:04

Château Rauzan Ségla

Weinjournalist Panos Kakaviatos (Decanter) ist wieder mit berühmten Bordeaux-Châteaux zu Gast in Deutschland. Bei zwei Weinmenüs in München (Montag, 27. Oktober) und in Frankfurt (Dienstag, 28. Oktober) werden Panos und Winzer John Kolasa mit exquisiten Weinen die Brücke vom rechtem zum linkem Ufer des Bordeaux spannen. Nach Angelus, Pichon-Comtesse, Palmer, Sociando-Mallet und Leoville-Poyferre in den Vorjahren bringt er in diesem Jahr:

Château Canon und Château Rauzan Ségla

Château Canon ist eines von nur 14 „Premier Grand Cru Classés B in Saint Emilion. Die Teilnehmer werden Château Canon 1985 aus Magnum Flaschen, zusammen mit einzelnen Flaschen von 1998 und 2001 genießen: alle drei sind ausgezeichnete Jahrgänge, dazu Weine des hoch angesehenen Château Rauzan-Segla, Deuxième Cru Classé aus Margaux, darunter der große 1986er (in Frankfurt zusätzlich noch der 1983er) aber auch der 2001er und 1995er.

Winzer John Kolas

Der bekannte Winzer John Kolasa, der seit vielen Jahren im Bordeaux arbeitet – vorher beim Château Latour und nun als Managing Director von Château Canon und Château Rauzan Ségla – reist nach Deutschland um die Teilnehmer gemeinsam mit dem fließend Deutsch sprechenden Weinjournalisten Panos Kakaviatos durch die beiden Abendessen zu führen.

Château Canon

Die Weinberge von Château Canon in Saint Emilion liegen rund um die Kirche St. Martin direkt an der Hangkante der Côtes auf allerbestem Kalkterroir. Canon ist zu großen Teilen von einer hohen Steinmauer umgeben: ein echter “Clos” vom rechten Ufer der Gironde und die Weine von Château Canon zählen zu den allerbesten aus Saint Emilion. Château Canon wird als Premier Grand Cru Classé B klassifiziert: Nur 14 von mehr als 600 Weingütern in Saint Emilion sind so eingestuft.

Château Canon

Das jüngste Kapital von Château Canon wurde 1996 mit dem Kauf durch die Familie Wertheimer, die das Modehaus Chanel besitzt, aufgeschlagen. Der Familie gehört zudem u.a. das Gut Rauzan-Ségla in Margaux, die Leitung haben David Orr und John Kolasa inne.

Château Canon

Der neue Eigentümer erweiterte erneut die Rebflächen von 18 auf 21,5 ha und investierte erheblich in Neupflanzungen der zeitweise von einer Pilzkrankheit befallenen Weinberge. Nur 13 ha liegen noch innerhalb der Mauern (im “Clos”). Die Rebfläche ist zu 60% mit Merlot und zu 40% mit Cabernet Franc bestockt. Die Reben sind heute im Durchschnitt 25 Jahre alt. Das Gut produziert jährlich rund 7.500 Kisten Wein, darunter den Zweitwein Clos de Canon. Mit all den Anstrengungen der vergangenen Jahre und dem erstklassigen Terroir hat sich die Qualität von Château Canon jüngst massiv verbessert.

Wir werden Weine genießen, die drei Jahrzehnte überspannen: 2001, 1998 und 1985 Magnum.

Château Rauzan Ségla

Das zweite Weingut beim Winemaker-Diner ist einer der leuchtenden Sterne vom linken Ufer: Château Rauzan-Segla aus Margaux. Das Weingut zählte bei der bekannten und bis heute gültigen Bordeaux-Klassifizierung von 1855 als „Rausan-Segla“ zu den besten Weinen des Bordelais. Nur vier Château wurden damals höher eingestuft: Château Latour, Château Lafite-Rothschild, Château Margaux und Château Haut-Brion.

Die Geschichte des 43 Hektar großen Weingutes geht zurück auf das Jahr 1661 als die Ländereien der heutigen Güter Pichon-Longueville Comtesse de Lalande und Pichon-Baron noch zu ihm gehörten. 1855 zählte „Rausan-Segla“ zu den besten Weinen des Bordelais doch in den sechziger und siebziger Jahren wurde er diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht.

Nach einem großen Wandel sind seit 1983 bemerkenswerte Verbesserungen eingetreten und Rauzan-Segla zählt wieder zu den prachtvollsten Weinen des Margaux. Die Gemeinde Margaux liegt auf der Halbinsel Medoc (zwischen dem linken Ufer der Gironde und dem Atlantik), etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt Bordeaux.

Der Rebbestand setzt sich aus 66 % Cabernet Sauvignon, 28% Merlot, 4% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot zusammen.

Château Rauzan Ségla

Jahrgangscharakteristika

Canon 2001: Nach einem milden und feuchten Winter war auch der Frühling regnerisch und kalt, besonders kalt in April. Etwas später als normal, um den 29. Mai kam die Blüte, gefolgt von einem schönen Sommer mit höheren Temperaturen in jedem Monat. Spätere Lese als beim 1998er. Merlot Anfang Oktober gelesen. 70% neue Eichenfässer für Canon und die malolaktische Gärung teilweise in neuen Eichenfässern und Edelstahl Tanks. Schönung mit Eiweiß. Keine Filtration. 65% der Ernte verwendet werden, um erste Wein zu machen. 80% Merlot und 20% Cabernet Franc.

Rauzan Segla 2001: Eine milde und trockene Frühjahr von Mai bis Juni – Temperaturen höher als normal. Blüte war einfach und passiert am Anfang Juni. Kühle Temperaturen im Juli störte die veraison. Aber Wetter im August und September erlaubt Ernte unter guten Bedingungen. Nur 39% erstwein! 63.5% CS, 33.5% M und 3% CF.

Canon 1998: Nach einem milden Winter, April war kalt und nass war für die Saison. Etwas später als normal fang vom 27. Mai die Blüte an. Schönen Sommer, mit höheren Temperaturen jeden Monat. Die Lese war regnerisch. 70% neue Eiche für Canon. Malolaktische Gärung in Edelstahl Tanken. Einige in Fässern. Schönung mit Eiweiß. Keine Filtration. Nur 43% der Ernte verwendet werden, um erste Wein zu machen. 80% Merlot und 20% Cabernet Franc.

Rauzan Segla 1995: Qualität: sehr gut Ertrag. Beginn der Lese am 18. September Große, geschmeidige und harmonische Rotweine. Hauptmerkmal ist Frühreife. Nach einem milden Winter, etwa trockenen Monat in März. Der Knospenaustrieb war früh und gleichmäßig gestartet und da kam eine warme und trockene Frühling, die eine Blüte Mitte Mai erlaubt. Homogen entwickelt. Hohe Temperaturen im Sommer. Bewölkt und etwa regnerische Lese. 70% neue Eiche für Rauzan Segla. Malolaktische Gärung in Tanken. Einige in Fässern. Schönung mit Eiweiß. Keine Filtration. Nur 45% der Ernte verwendet werden, um erste Wein zu machen. 60% CS, 36% M, 4% CF.

Rauzan Segla 1986: die Qualität ist sehr gut mit vielen Wein. Das Weinlese-Beginn ab 26. September: also eine etwa spätere Lese bis zum 21. Oktober. Großer, alterungsfähiger Jahrgang vor allem im Médoc. Höhere Anteil an Cabernet Sauvignon beim Rauzan Segla als in z.B. 2001: 77%. Lagerung in 67% neue Eichenfässer. Kein Zweitwein!

Canon 1985: Geschmeidige, fruchtige und elegante Weine, im Allgemein. Zuerst gedacht als rasch auszutrinken aber das ist nicht der Fall. Nach einer sehr kalten und schneereichen Winter, der Frühling war in Ordnung. Blüte begann am 7. Juni und dann kam einen schönen Sommer, mit hohen Temperaturen. Die Lese hat von Ende September bis Mitte Oktober gedauert und einen Ertrag von 56 Hektoliter pro Hektar.

Rauzan Segla 1983: Ausgereifte, viele bemerkenswerte Weine. Wieder sehr viel Cabernet Sauvignon mit 78%!

Château Rauzan Ségla

Die Winemaker-Menüs:

Montag, 27. Oktober in München:
Barestovino von Joël Bousquet, Thierschstr. 35

Menüfolge in München:

Vorspeise
Gegrillter Seeteufel mit Auberginen Kaviar, Artischocken und safranisierter beurre blanc
Latour Martillac 2010

Zwischengang
Ausgelöste Wachtel auf Steinpilz-Risotto und Wacholderjus
Canon 2001, Canon 1998

Hauptgang
Duett vom Rind mit Rosmarin Kartoffeln, Rotweinschalotten und Sauce Bordelaise
Rauzan Segla 2001, Rauzan Segla 1995, Rauzan Segla 1986

Dessert
Auswahl französischer Rohmilchkäse
Canon from magnum 1985

Weine: Chateau Canon 2001, 1998, 1985 und Rauzan Segla 2001, 1995, 1986

139 € pro Person für Schnellentschlossene:
Für Anmeldungen bis zum 21.09.2014 beträgt der Menüpreis 139 €.
Danach erhöhen sich die Kosten auf 159 €.

+49 89 23708355
http://www.barestovino.de
info (at) barestovino.de

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Dienstag 28. Oktober in Frankfurt:
Restaurant Le Français (1 Michelin-Stern, 17 Punkte Gault Millau)
im Steigenberger Frankfurter Hof (Kaiserstraße)

Menüfolge wird nachgetragen

Weine: Chateau Canon 2001, 1998, 1985 und Rauzan Segla 1995, 1986, 1983

Incl. Menü, Weine, Apéritif, Mineralwasser, Kaffee, Moderation 189€ pro Person

http://www.francais-restaurant.de
Reservierungen: Franck Mouzon +49 69 215138