5. Juli 2014

Reife Rieslinge und das Internet – Eine Vinocamp Session

Steinberger Riesling Cabinet 1953

Ein Beitrag zum Vinocamp Deutschland 2014

Von Marc Herold. Umfangreiche Ergänzungen und Fotos von Ralf Kaiser

Alte Rieslinge, also ganz grob solche, die in den 1970er Jahren und früher entstanden, wurden lange Zeit von Weinsammlern nahezu nicht beachtet. Sie wurden so komplett ignoriert, dass man bis vor ein paar Jahren regelmäßig alte Riesling-Auslesen günstiger kaufen konnte, als die Weine aus den aktuellen Jahrgängen. Diese skurrile Schieflage ändert sich grade drastisch. Die Preise für die gereiften Auslesen der Spitzengüter wie etwas Schloss Johannisberg, Schloss Eltz oder Egon Müller steigen fast im Wochenrhythmus. Höchste Zeit also etwas Licht in das Dunkel der deutschen Altweine zu bringen.

Schloss Eltz Riesling Beerenauslese 1917

Das vierte Vinocamp bot dazu eine gute Gelegenheit. Um das Thema an vorderster Front des Interesses der Social Media Meute zu lancieren, griff ich zu einem recht durchschaubaren Trick und hängte dem Thema „Reife Rieslinge“ ein „…und das Internet“ an.

Schloss Eltz Vertikale bis 1917

Um auch noch den letzten Zweifelnden zu bekehren, hatte ich außerdem eine 1966er Rauenthaler Baiken feine Spätlese des Weinguts „Schloss Eltz“ auf dem Weg zum Camp eingekauft. Ein Wein, der glasklar zeigte, wie irrsinnig betörend, entspannend und langlebig Riesling sein kann. Die Spätlese hatte noch Leben und eine sehr schöne fast kräutrige Aromatik. Das geht soweit, dass Weinlagen.info Gründer Charlie Gierling sogar mit einem Augenzwinkern von „Kamillentee“ sprach. Mit dem Wein im Glas fiel es mir auch leichter, zu vermitteln dass alte Weine eine der ganz wenigen Möglichkeiten sind sich sinnlich einer vergangenen Welt anzunähern. Der Wein entwickelt sich in der Flasche weiter, jedoch hat er noch immer den Keim seines Ursprungsjahrgangs in sich.

Schloss Johannisberg Weißlack Riesling Spätlese 1943

Vinocamp-Teilnehmerin Petra Pahlings vom Weingut Joh. Jos. Prüm hatten wir es auf zu verdanken, dass es auch noch zwei sehr schöne Moselauslesen vom Ende der 90er gab. Hier stand die Entwicklung zur Reife noch ganz am Anfang. Ich denke sowieso, dass die Riesling Spät- und Auslesen der 90er in den nächsten Jahren noch viel mehr im Zentrum des Sammlerinteresses stehen werden, als sie es jetzt tun. Noch sind hier die Preise moderat und die Mengen nicht so dezimiert wie bei den restsüßen Kreszenzen der 50er bis 70er.

Halsschleife der Schloss Johannisberg Weißlack Spätlese 1943

Solche gereiften und alten Weine zu finden, funktioniert im Wesentlichen über vier Wege:

  1. Kauf direkt beim Winzer
    Es gibt eine erstaunliche Zahl deutscher Winzer, die teils noch Weine aus den 70ern, teils aber zumindest aus den 90ern verkaufen. Die Weingüter Schmitt-Wagner (fast erschreckend günstige Weine v.a. aus den 90ern), Kajo Christoffel oder Max. Ferd. Richter an der Mosel und J.B. Becker im Rheingau seien hier exemplarisch genannt. Schloss Johannisberg bietet auf Nachfrage teilweise Weine bis aus den 40er Jahren an. Die Weinkomissionäre im Rheingau und an der Mosel haben teilweise auch noch große Altweinbestände und verkaufen auf Nachfrage Weine aus oft guter Lagerqualität. Die Preise sind hier bei der ersten Variante sind je nach Reputation des Gutes mittel bis hoch.
  2. Auktionen
    Hier kommt das Internet ins Spiel. Die meisten spezialisierten Weinversteigerer (Koppe & Partner, Munich Wine Company etc.) haben mittlerweile Onlineplattformen. Oft sind hier die aufgerufenen Preise schon recht grenzwertig, wer einen Spitzenwein aber unbedingt haben möchte und etwas geschickt bietet ist hier gut aufgehoben. Ebay spielt bei den Weinversteigerungen schon seit Jahren eine große Rolle. Bei keiner Möglichkeit Altweine zu erwerben gehen die Qualitäten so auseinander wie hier. Von untrinkbarem Schund bis hin zu sehr gut gelagerten Spitzenrieslingen ist alles dabei. Bei Ebay sollte der Käufer auf den Füllstand der Flasche achten. Je weniger „Luft“ zwischen Wein und Kork oder Kapsel, desto besser. Abgesehen von sehr stark durch Edelfäule geprägten Weinen sollte die Farbe des Weins noch hell und klar sein. Auch wenn bei deutschen Weinen die Zahl der Fälschungen (noch) recht niedrig ist, sollte der Wein die Orginalkapsel tragen. Weine ohne Kapsel sind immer ein Risiko. Oft ist auch ein Blick auf die anderen Auktionen des Anbieters hilfreich: Bietet der Händler noch mehr Wein an oder hat er sonst nur weinfremde Artikel? Ich bin immer vorsichtig, wenn Händler nur eine Flasche anbieten.
  3. Weinlokale
    Einige wenige Weinlokale in Deutschland führen gut gepflegte Altweinkarten. Wir sprechen hier nicht von Sternelokalen mit nur für wenige Weinfreunde bezahlbaren Preisen sondern von meist kleinen Lokalen mit einfacher Gasthausküche aber sensationeller Weinkarte. Als Beispiel seien hier das Hotel Krug in Hattenheim, die Weinschänke Schloss Groenesteyn in Kiedrich, Breuers Rüdesheimer Schloss, das Weinhaus Kinkel-Stuben in Bonn-Oberkassel, das Weinhaus Gut Sülz in Königswinter und die beiden Trierer Hotels Eurener Hof und Schloss Monaise genannt.
  4. Händler und Privatanbieter
    Dies ist vielleicht das spannendste und aber auch gleichzeitig das am wenigsten planbare Feld der Altweinjagd. Es gibt einige Händler, die regelmäßig im Kundenauftrag alte Rieslinge verkaufen. Vinovero in Bad Cannstatt und Agora Wein in Freiburg sind zwei unter vielen. Gerade in Weinregionen gibt es oft bei Haushaltsauflösungen spannende Weinschätze zu heben, neben einigen guten Sachen muss man hier aber oft auch den ganzen „Ramsch“ mitkaufen. In einigen Großstädten gibt es auf Haushaltsauflösungen spezialisierte Unternehmen, die auf ihrer Verkaufsfläche idR nur antiquarische Bücher, Möbel, Porzelan und Kunst anbieten. Ein regelmäßiger Besuch lohnt trotzdem, da hier immer mal wieder für kurze Zeit auch alte Spitzenweine zum Schnäppchenpreis auftauchen.

Reife Moselauslesen im Ürziger Weingut Jos. Christoffel jr.

Appropos „Ramsch“: Woran erkennt man die interessanten Weine? Was für alte Rieslinge sind auch für den Neuling der Altweinjagd lohnend?

Schloss Eltz Beerenauslese 1917

Stuart Pigott schreibt Anfang der 90er in seinem Buch „Die großen deutschen Rieslingweine und ihre Winzer“, dass eine Riesling Auslese von 1971 der praktisch ideale Start für den angehenden Altweinfan sei. Die Weine seien in großer Zahl vorhanden, es war einer der besten Jahrgänge der letzten 50 Jahre und die Rieslinge haben sich prächtig gehalten. Die 71er Auslesen sind auch jetzt bei guter Lagerung immer noch sehr schön balanciert und zeigen, was in einem großen Jahr möglich ist. Andere momentan empfehlenswerte Jahre sind 1990, 1983, 1976 (Rheingau), 1964 und 1953. Wobei ich beim 1953er wirklich nur noch sehr gut erhaltene Flaschen kaufen würde. Mehr zu den Jahrgängen findet ihr in dem sehr guten oben erwähnten Buch von Pigott.

Schloss Johannisberg Grünlack Riesling Spätlese 1964

Bei den Erzeugern wird die Orientierung noch unübersichtlicher. Hier gibt es zum einen die Klassse der Güter, die schon sehr lange Weine in sehr guter Qualität erzeugen. Güter wie Joh. Jos. Prüm, Egon Müller, Maximin Grünhaus, Schloss Johannisberg sind immer erste Wahl, wenn man auf Nummer sicher gehen will. Bis in die 70er gehörten auch die Weingüter Tyrell/Karthäuserhof, Prinz von Hessen (hier sogar bis weit in die 80er, da diverse Spitzenlagen von Schloss Eltz übernommen wurden), Kanzemer Berg (von Othegraven) und Langwerth von Simmern dazu. Die beiden letztgenannten sind mittlerweile wieder deutlich im Aufwind.

Weingut August Anheuser Kreuznacher Krötenpfuhl Riesling feinste Auslese 1959

Dann gibt es eine große Zahl an Gütern, die mal sehr gut waren und die es nicht mehr gibt (Schloss Eltz, Staatliche Weinbaudomänen Niederhausen-Schloßböckelheim) oder der Güter, die nur eine gewisse Zeit zur Spitzengruppe gehörten (z.b. Appolinar Koch, Hessische Staatsweingüter und die beiden Anheuser-Weingüter an der Nahe). Hier hilft oft nur der Blick in die zeitgenössische Literatur (s.u.) um rauszufinden, was gerade gut war. Aber auch das Internet hält einige Hilfestellungen für den informationsdurstigen Riesling-Trinker parat. Die Verkostungsnotiz-Datenbanken www.cellartracker.com (englischsprachig) und vor allem www.verkostungsnotizen.net (deutschsprachig) bieten mittlerweile einige tausend Notizen zu reifen Rieslingen. Hilfreich ist auch die Forensuche der www.wineberserkers.com, in diesem englischsprachigen Forum gibt es auch viele Berichte zu Proben mit gereiften deutschen Weinen.

Staatliche Weinbaudomäne Niederhausen-Schloßböckelheim Niederhäuser Hermannshöhle Riesling Auslese 1949

Ich hoffe mit dieser Zusammenfassung meiner Session etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben und wünsche euch viel Freude bei der Jagd und beim Genießen der Beute!

Marc Herold (in blau) mit weiteren Altweinfreunden in Ürzig

Hier noch ein paar Literaturtipps zum Thema:

Peter Sauerwald, Edgar Wenzel „Könige des Rieslings an Mosel, Saar und Ruwer“ Busse-Seewald Verlag, 1982

Peter Sauerwald & Edgar Wenzel - Könige des Rieslings an Mosel, Saar und Ruwer

Stefan Andres „Die großen Weine Deutschlands“, Ullstein Verlag Frankfurt, 1960
Stefan Andres - Die großen Weine Deutschlands

Stuart Pigott, „Die großen deutschen Riesling Weine“, Econ Verlag, 1995
Stuart Pigott - Die großen deutschen Riesling Weine

Mario Scheuermann, „Deutsche Spitzenweingüter – Klassifikation von 1990/91“, Econ Verlag, 1989
Mario Scheuermann, Deutsche Spitzenweingüter - Klassifikation von 1990/91

Frank Schoonmaker, „The Wines of Germany“, div. Ausgaben

Hornickel, Ernst, „Die Spitzenweine Europas“, div Ausgaben.

30. Juni 2014

VinoCamp 2014 – Was war das für ein Wochenende?

Eines der zahlreichen Gerichte der Bordeaux-Foodmatching-Session.

Gastbeitrag zum Vinocamp Deutschland 2014

Von Petra Pahlings

Ein Winzer der zu Weltelite der Winzer gehört und zum Abschluss seiner Kellerführung einen Wein eines anderen Weingutes präsentiert und dazu sagt: „Den würde ich mit auf eine einsame Insel nehmen“.

Ein Winzer, der sein komplettes bisherige Tun über Bord wirft, einen neuen Stil wagt, die Hälfte seiner Kunden verliert und kein bisschen traurig darüber ist sondern einen unbändigen Stolz über diesen neuen Stil seines Weingutes ausstrahlt.

Ein Hochschuldirektor, der uns auffordert in seinem Park wieder mehr zu zelten.

Zwei Männer, die es schaffen einen Haufen wildgewordener Weinfreaks zu bändigen und deren Wissen in Form von Sessions so zu kanalisieren, dass alle etwas davon haben.

Dirk Würtz im Keller des Jungen Oetinger.

Frauen, die sich schon Wochen vor diesem Wochenende treffen, um heraus zu finden wie und mit welchem Wein man am besten Geschmackserlebnisse erzeugen kann, die so nachhaltig sind, dass man sie noch Tage später auf der Zunge abrufen kann.

Menschen, die die verschiedensten Würste und Wein zusammentragen, um gemeinsam zu probieren und zu schmecken, bis auch das letzte Leberwurstgeheimnis gelüftet ist.

Käse der sich auf eine Reise in den Rheingau begibt, um dort in Symbiose mit Wein zu verschmelzen.

Ein Mann, der sich in seiner Freizeit mit dem Weingesetz, und nicht nur mit dem deutschen Weingesetz befasst und uns die Kuriositäten und den Irrsinn von Gesetzestexten aufzeigt.

Ein Weinsammler, der erklärt warum er ausgerechnet Riesling sammelt und sich nicht wie alle anderen Lemminge auf Bordeaux stürzt.

Eine Frau und ein Mann die zwei Tage in einem Wohnwagen auf dem Parkplatz campieren, Essen quer durch Deutschland fahren, um es gemeinsam mit einer Frau, die sich Champagner zum Thema gemacht hat, zu diesem zu servieren.

Dirk Würtz im Keller des Jungen Oetinger.

Ein Küchenjunge und eine Bloggerin die in einem Raum, der bestimmt keine Küche ist, mit einem Team von fleißigen Händen, einen Fotografen so tolle Bilder zaubern lassen, dass man es bedauert, genau DIESE Session verpasst zu haben und sich gleichzeitig fragt: Hätte ich auf die andere Session verzichten wollen?

Ein Mann der in Archive eintaucht, um ein altes Telegramm auszugraben, das zusammen mit vielen anderen Puzzleteilen ein Gesamtbild der Geschichte der deutschen Naturweinerzeuger ergibt und, begleitet von wunderbar gereiften Weinen, diese Geschichte auch schmeckbar macht.

Preise die verliehen werden an die, die mit ihren Bildern, Texten und Ideen aus dem „World Wide Web“ die „Wunderbare Welt der Weine 2.0“ machen.

Ein Fest, das mit so vielen Weinen gefeiert wird, dass man sich fragt: „Wer soll die nach solch einem Tag noch trinken?“ Und doch geht es, glaubt mir, ES GEHT und es bleiben immer noch wunderbare Geschmackerinnerungen zurück…….

Es werden noch viel Situationen in meiner Erinnerung auftauchen, die mich immer wieder plötzlich lächeln lassen und mich fragen lassen: Was war das eigentlich für ein Wochenende?

Standing Ovation (innerlich noch lange andauernd) nicht nur für Christina Fischer, nein auch für Dirk Würtz, Thomas Lippert, Gabi Würtz, Romy, Susanne Wolf, die Gläserpolier&aufräum-Mädels. Standing Ovation für die Vorbereiter und die Aufräumer, Standing Ovation für dieses Wochenende und alle, die dabei waren.

Deutsche Weingeschichte mit Dr. Daniel Deckers.

23. Juni 2014

Weinkaiser jetzt auch bei Gerolsteiner WeinPlaces

Category: Allgemein,Literatur @ 10:59

Weinplaces-Logo

Seit vielen Jahren ist Gerolsteiner als Wassersponsor diverser Weinveranstaltungen und als einer der Hauptpartner des VDP aktiv. Vieles davon geschah im Hintergrund, nur das Wasser und das Logo waren an der ein oder anderen Stelle zu sehen.

Seit diesem Jahr nimmt der Mineralwasser-Konzern eine aktivere Rolle ein. Im neu geschaffenen Internetportal WeinPlaces werden diverse Wein- und Genussthemen aufgegriffen und mit der gleichnamigen Auszeichnung von zwölf WeinPlaces, also zwölf Orten des besonderen Weingenusses, die von einer Jury unter 200 Weinrestaurants, Vinotheken, Weinbars und Weinlounge ausgewählt wurden, wurde ein Preis geschaffen, der zumindest im ersten Jahr sehr gut in der Szene ankommt. Die Ausgezeichneten sind über alle Zweifel erhaben und auch die sechsköpfige Jury kann sich sehen lassen: die beiden Spitzen-Sommeliers Sebastian Bordthäuser und Christina Fischer, Autor Stuart Pigott, Winzer Reinhard Löwenstein, Weindozent Alexander Kohnen und Gerolsteiner CEO Axel Dahm.

Weinplaces-Trophäe

Die ausgezeichneten WeinPlaces 2014:
Dresden | WEIN|KULTUR|BAR – Silvio Nitzsche
Berlin | Weinstein – Roy Metzdorf
Hamburg | Kleines Jacob – Dominik Kirchhoff und Lars Mählmann
Lütjensee | Fischerklause – Gerhard Retter
Düsseldorf | D’Vine – Antonio Askitis und Christoph Suhre
Bochum | Livingroom – Seran Bahtijari und Lukas Rüger
Bochum | Heimat – Mirko Wuttig und Thomas Niggemann
Köln | Wein am Rhein – Melanie Panitzke
Frankfurt | Heimat – Oliver Donnecker
Wiesbaden | Balthasar Ress Weinbar – C. Ress, N. Baumgärtner, C. Diepenbrock
München | Geisel’s Vinothek – Familie Geisel und Robert Zeller
Würzburg | Reiser’s am Stein – Bernhard Reiser

Weinkaiser-Beitrag über das Schlossgut Diel

Für das neu geschaffene Webportal WeinPlaces werden künftig eine eine ganze Reihe namhafter Autoren und Blogger aus dem Wein und Food-Umfeld schreiben. Mein erster Beitrag für WeinPlaces befasst sich mit der Weinregion Nahe und dem Schlossgut Diel, das gerade nach einem Generationswechsel mit der größten Investition in der Gutsgeschichte durchstartet.

Weinkaiser-Beitrag über das Schlossgut Diel

WeinPlaces ist übrigens bereits das zweite Gerolsteiner Genuss-Projekt in diesem Jahr. Zuvor ist schon die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste 2014 erschienen, eine Zusammenfassung der Ergebnisse der sieben großen Restaurantguides Deutschlands.

Gerolsteiner Restaurant-Rangliste 2014

1. April 2014

Riedel präsentiert neue Kollektion: interchanged materials

Category: News @ 13:18

Maximilian Riedel mit dem neuen Riedel Bleikristallbecher

Die versammelten Glasproduzenten auf der diesjährigen ProWein schinen nur noch ein einziges Thema zu kennen, das an Pariser Modeschauen der 80er und 90er erinnernde Credo “dünn, dünner, am dünnsten”. Einzig der Österreichische Traditionsbetrieb Riedel fiel einmal mehr mit innovativen Ideen aus der Reihe.

Bei der neuen Serie “interchanged materials” ist der Name Programm. Nach dem überwältigenden Erfolg des im letzten Jahr eingeführten Coca-Cola-Glases setzt man in Kufstein (Tirol) nun auch auf weitere Alltagsgegenstände, die in hochwertiger Ausführung neu auf den Markt gebracht werden sollen. Eines der ersten Muster, dass Firmenchef Maximilian Riedel auf der Düsseldorfer Leitmesse präsentierte ist der mundgeblasene Riedel Becher aus feinstem Kristalglas der dem zeitlosen Design des sicher schon milliardenfach verkauften weißen Plastikbecher nachempfunden wurde. Er wird künftig Teil der Sommelier-Serie werden und für private Käufer zum Stückpreis von ca. 75 Euro verfügbar sein.

Christina Fischer mit dem neuen Riedel Cola-Glas

Den umgekehrten Weg geht man beim neuen Dekantierschlauch, mit dem eine in der Glasvariante nicht umsetzbare Designstudie nun mit dem strapazierfähigeren Werkstoff PVC umgesetzt wird. Besonders vereinfacht wird hier vor allem die Reinigung: Gummistopfen am Fuß entfernen, erst mit hohem Wasserdruck durchspülen, dann kurz mit Luftdruck durchpusten, Stopfen zurückstecken und fertig.

Riedel Dekanter Eve

Weinkaiser.de wünscht allen Lesern einen schönen Start in den April.

26. März 2014

Robert M. Parker startet Lifestyle-Magazin

Category: News @ 20:33

Robert M. Parker

Nach Informationen von Wine-Searcher.com starten Hubert Burda Media und Robert M. Parker ein neues Livestyle Magazin. Die erste Ausgabe von  “100 Points by Robert Parker” soll Anfang Juni vorgestellt werden, wenn Parker erstmals seit mehreren Jahrzehnten öffentliche PR-Termine in London wahrnimmt.

Die nach unterschiedlichen Quellen zweimonatlich oder quartalsweise erscheinende Publikation ist im absoluten Luxussegment positioniert und wird im Gegensatz zu Parkers Wine Advocate auch Werbung von außerhalb der Weinwelt abdrucken.


Den Berichten zufolge wird in 100 Points by Robert Parker zwar über Wein geschrieben aber es werden weder Parkers Verkostungsnotizen, Weinkritiken oder Punktelisten veröffentlicht. Dies bleibt dem Wine Advocate und dem dazugehörigen Onlineportal erobertparker vorbehalten.

Auch in welchem Umfang Parker selbst und andere Autoren des Wine Advocate zu Wort kommen ist noch nicht ganz klar. Laut Laura Lim von Burda kommen die Texte und Beiträge von einem internationalen Team von Autoren. Das Wine Advocate Team würde dazu auf “ad hoc Basis” beitragen. Grundsätzlich würden die Autoren und Photographen von Burda, dem Verleger des Magazins ausgewählt.

19. März 2014

Challange Euposia 2013

Category: Schaumwein,Veranstaltungen @ 20:03

Challenge Euposia

Die Challange Euposia ist mittlerweile der größste Schaumweinwettbewerb Italiens. Am Start sind hier nicht nur italienische Spumantis, Trentodoc und Franciacorta sondern Schaumweine aus aller Welt. Rheingauer Rieslingsekt ebenso wie Champagner, Cremant, Cava bis hin zu Brasilianischen Schaumweinen. Im vergangenen Oktober wurde die Challange zum sechsten Mal ausgetragen. Veranstalter ist die in Italien bekannte Weinzeitschrift Euposia.

Challenge Euposia

In diesem Jahr wurde die zweitägige Verkostung in der Nähe von Verona durchgefürt. Aus Deutschland in der Jury vertreten waren der Champagnerexperte Boris Maskow und der Autor dieser Zeilen.

Challenge Euposia

Die Gewinner werden dieses Jahr auch in Deutschland bei der ProWein 2014 präsentiert. Am Montag, 24.03. um 12.00 Uhr unter dem Titel “Mille Bollicine – Perlen aus aller Welt” am Gemeinschaftsstand der DE.S.A. Deutschland Sommelier Association in Halle 3 Stand N65. Vorgestellt werden dort in der Challange Euposia 2013 ausgezeichnete Schaumweine aus Italien, Deutschland, Frankreich, England, Brasilien und Argentinien. Die Moderation übernimmt die Südtiroler Champagnerbotschafterin Christine Mayr. Mit dabei auch die beiden Deutschen Jurymitglieder Boris Maskow und Ralf Kaiser.

Challenge Euposia

Aus Deutschland kam auch einer der Gewinner: Weingüter Wegeler Rheingau Riesling Sekt Brut Geheimrat J. 2008. Hier ein Blick in die weiteren Siegerlisten der Challange Euposia 2013.

Challenge Euposia

Und die Rosé-Kategorie:

Challenge Euposia

Als Nachtrag gibt es auch noch Bilder von der Preisverleihung auf der ProWein 2014.

18. März 2014

ProWein 2014 Tweetwall / Twitterwall

Category: Veranstaltungen @ 20:47


Vom 23.-25. März findet in Düsseldorf die ProWein 2014 statt. Hier gibts ständig die 50 neusten Tweets zur ProWein 2014 und auf der Weinkaiser-Facebookseite findet ihr während der Messe wieder einen kommentierten Fotostream.


Hier noch mal die Link zum den kommentierten Fotosammlungen der letzten drei Jahre:

Weinkaiser-Fotostream ProWein 2013 (57 Fotos)

Weinkaiser-Fotostream ProWein 2012 (112 Fotos)

Weinkaiser-Fotostream Prowein 2011 (90 Fotos).

Das Veranstaltungsprogramm der ProWein 2014 kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden und in der Veranstaltungsdatenbank online durchsucht werden.

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ProWein 2014 Messeplan