27. März 2008

Es ist früh am Montag Morgen, dazu kalt und windig, aber alles jammern nützt nichts: Die ProWein 2008 ruft und der Tag ist vollgepackt mit Terminen. Also auf mit dem Zug nach Düsseldorf.
Der erste Termin ist nicht auf dem Messegelände, sondern in den Düsseldorfer Rheinterrassen. Sopexa präsentiert Bordeaux 2005 (siehe seperaten Artikel). Anschließend mit dem Shuttle-Service zu den Messehallen.
Erster Anlaufpunkt dort, die Halle der Österreicher. Hier haben mich in diesem Jahr die 5 präsentierten Süßweine vom Weingut Kracher enttäucht, die sich verglichen mit früheren Jahren recht langweilig zeigten. Allerdings war schon anhand der Nummern der TBA’s klar, dass hier nicht die konzentrietesten Exemplare vorgestellt wurden. Begeistert hat mich, wie schon in den Vorjahren das Weingut Feiler-Artinger mit seiner Kollektion an traumhaften Ruster Ausbruch Essenzen.
In der deutschen Halle gefielen mir die Restsüßen 2007er (trockene Rieslinge habe ich aus Zeitgründen diesmal nicht probiert) von Schloss Lieser, Fritz Haag, Max Ferd. Richter, Markus Molitor und Schäfer-Fröhlich.
Am Stand von Wein-Wolf, auf der ProWein regelmäßig das Schlaraffenland für Etikettentrinker (Mouton-Rothschild, Vega Sicilia, MASI Amarone, Penfolds, Antinori, Ornellaia, Beringer …), ragten für mich vor allem die Taylor’s-Ports heraus.
Noch kurz ein Abstecher zum Gemeinschaftsstand u.a. von Wein Gourmet, Braida und des deutschen Importeurs von Vasco Sassetti, dessen Brunellos ich aus früheren Jahren dichter in Erinnerung habe, die es aber nach mehreren Ports und Amarones kurz zuvor schwer hatten.
Zum Abschluß am CWD-Stand die moderierte Verkostung diverser Hermitage La Chapelle (siehe eigenen Beitrag).
25. März 2008

Der Großhändler und Importeur CWD lud auf der diesjährigen ProWein zu einem Tasting unter dem verheißungsvollen Titel “Hermitage La Chapelle über 3 Jahrzehnte” und (sehr) viele kamen. Die Spannung war groß: Welche Jahrgänge würden es wohl sein?
Letztes Jahr kamen bei Christie’s in Los Angeles zwölf Flaschen Hermitage La Chapelle 1961 für mehr als 165 000 Euro unter den Hammer - pro Flasche rund 14 000 Euro. Bei der Preislage würde der also schon mal nicht dabei sein. Den 1984er aber bitte auch nicht. Damit hatte ich vor Jahren mein erstes La Chapelle-Erlebnis. 1984 war ein unterirdisches Jahr an der Rhone - der Wein war entsprechend…
Die Wartezeit, bevor Sommelière Christina Hilker die Verkostung eröffnete, konnten wir uns mit einem sehr gelungenen 2005er Châteauneuf-du-Pape Cuvée du Vatican Réserve Sixtine versüßen, der unter uns Wartenden am CWD-Stand die Runde machte. Parker gibt 92 Punkte, die hat der Wein auch verdient. Dann traf Nicolas Jaboulet ein und los ging’s: Starter war der 2007er Côtes du Rhone Parallèle 45 Blanc, gefolgt vom 2005er Ceévalier de Stérimberg Hermitage Blanc, den meine Begleiter und ich aus zwei unterschiedlichen Flaschen probieren konnten (zuerst gab nur einen Mini-Probenschluck, da man sich wohl nicht sicher war, ob die vorhandene Menge für alle ausreicht, einige Minuten später dann noch einmal eine normale Probenportion nach dem sich wohl rausgestellt hat, dass die vorhanden Menge doch ausreicht). Der weiße Hermitage präsentierte sich in beiden Fällen ordentlich, aber nach unserer einhelligen Meinung erstaunlich unterschiedlich.
Der erste La Chapelle war dann der 1985er. Diesen einen gab’s dann wirklich nur in homöopathischen Dosen, die sich aber zu probieren lohnte. Der 23 Jahre alte Hermitage präsentierte sich in einem schönen reifen Zustand mit feinen Tabak- und Ledernoten.
Der darauf folgende 1995er wirkte dagegen etwas zu tanninlastig. Die Harmonie des 1985er wird er wohl nie erreichen. Der nächste Wein war mein klarer Gewinner: Jahrgang 2001 - Tolle Konzentration, leckere Frucht auch mit einem Hauch Fruchtsüße, ausreichend Säure und ein kräftiges Gerüst sehr feiner Tannine - alles fügt sich sehr harmonisch zusammen. Schon jetzt sehr lecker und mit sicher mit großer Zukunft. Wine Spectator vergibt hier 97 Punkte, Parker 90-92 - Ich bin hier auf der Seite des WS und vergebe 95-97 Weinkaiser-Punkte.
Der 2004er dürfte der letzte klassische La Chapelle sein. Der letzte traditionell ausgebaute Jahrgang macht einen guten Eindruck, braucht aber ordentlich Zeit. Erinnert mich an den 1997er, den ich kürzlich bei einem Freund trinken durfte, dem man aber besser auch noch mehr Zeit gibt.
Die Jahrgänge 2005 und 2006 sind anders. Das Weingut Paul Jaboulet-Aîné wurde an eine Investorengruppe verkauft, der Stil des Weines wurde geändert, neue Barriques, internationaler Stil, frühere trinkreife. Keine schlechten Weine - aber nicht mehr der alte Hermitage La Chapelle. Das soll man auch sehen: Ab dem Jahrgang 2005 wurde ein neues, langweiliges Etikett eingeführt. Für eine Übergangszeit wird es aber parallel auch noch das alte geben. CWD gab bekannt, 2005 und 2006 ausschließlich die Version mit dem altem Etikett bestellt zu haben.
Die Probenliste:
2007 Côtes du Rhone Parallèle 45 Blanc
2005 Ceévalier de Stérimberg Hermitage Blanc
1985 Hermitage La Chapelle
1995 Hermitage La Chapelle
2001 Hermitage La Chapelle
2004 Hermitage La Chapelle
2005 Hermitage La Chapelle
2006 Hermitage La Chapelle
20. März 2008
Am 17. März 2008 präsentierten Sopexa und die Union des Grands Crus de Bordeaux (UGCB) am Rande der ProWein zum sechsten Mal in Folge in den Räumen der Rheinterrasse Düsseldorf den aktuellen Jahrgang Klassifizierter Bordeaux. Diesmal am Start: Der mit Spannung erwartete Jahrgang 2005.
102 Châteaus stellten ca. 120 Weine vor, darunter 11 Sauternes/Barsac, ca. 7 trockene Weisweine aus Pessac-Léognan, der Rest rote Bordeaux - weit überwiegend Grand Crus. Unter den 50 von mir verkosteten Weinen (darunter fünf Weise und alle Sauternes) waren meine Favoriten:
Suduiraut (Sauternes)
Climens (Barsac)
Phélan Ségur (St. Estèphe)
Smith Haut-Lafitte (Pessac-Léognan) beide: rot und weis
Pape Clément (Pessac-Léognan) ebenso: rot und weis
Leoville Barton (St. Julien)
Clerc Milon (Pauillac)
Pontet-Canet (Pauillac)
Diese zehn Weine spielen natürlich preislich und qualitativ in verschiedenen Ligen, sind aber aus meiner Sicht alle ihr Geld wert.
17. März 2008

Willkommen beim Weinkaiser-Blog! Das System läuft, das Layout wird sich noch ändern, mit Artikeln und Fotos aus der Welt des Weines geht es in den nächsten Wochen los. Wieder reinzuschauen wird sich lohnen…
1. März 2008
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne von § 5 TMG, § 55 II RStV:

(Die Telefonnummer ist nur aus rechtlichen Gründen für eilige Kontaktausnahme in Notfällen angegeben. Für normale Kontaktaufnahme verwenden Sie bitte ausschließlich die angegebene Email-Adresse. Ich rufe dann auch gerne und zeitnah zurück.)
Haftungsausschluss:
Die Inhalte von Weinkaiser.de wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können wir jedoch keine Gewähr übernehmen. Die Nutzung der Inhalte unserer Website erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers. Weinkaiser.de ist als Hobby eines privaten Weinliebhaber entstanden und ist vollkommen unabhängig von Winzern oder Weinhandel. Alle hier beschriebenen und bewerteten Weine, die Weingutsportraits, Rezensionen und sonstigen Erfahrungsberichte stellen nach sorgfältiger Prüfung entstandene, persönliche und subjektive Eindrücke dar. Namentlich gekennzeichnete Beiträge oder Kommentare geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung des Anbieters Ralf Kaiser wieder. Beiträge oder Kommentare, die gegen Gesetzte im deutschsprachigen Raum oder die Netikette verstoßen, werden (ggf. auch ohne Angabe von Gründen) gelöscht. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden entsprechender Rechtsverletzungen werden wir solche Inhalte unverzüglich löschen. Durch die reine Nutzung unserer Webseiten kommt keinerlei Vertragsverhältnis zwischen dem Nutzer und uns zustande.
Thematischer Schwerpunkt von Weinkaiser.de ist das alkoholische Getränk Wein. Dem Anbieter dieser Seiten ist klar, dass eine hohe Zahl Alkoholkranker und der zunehmende Alkoholmissbrauch von Jugendlichen (Komasaufen, etc.) massive gesellschaftliche Probleme sind. Weinkaiser.de ist keine Werbeplattform für Alkoholkonsum. Hier werden vor allem hochwertige, oftmals sehr seltene und gesuchte Weine verkostet und bewertet, die auch preislich meist deutlich außerhalb des Interessenspektrums der Problemgruppen liegen. Trotzdem zwei wichtige Hinweise:
Trinken Sie keine alkoholischen Getränke während einer Schwangerschaft. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft erhöht sehr deutlich die Gefahr der Missbildung von Kindern.
Trinken Sie keine alkoholischen Getränke wenn Sie in den Stunden danach Auto fahren wollen oder müssen.
In einigen Ländern der Welt ist Werbung für Alkohol strikt verboten. In manchen Ländern sind sogar Besitz und Konsum von Alkohol verboten. Ein Teil unserer Inhalte wird dort eventuell als illegale Alkoholwerbung angesehen. Beachten Sie in Ihrem eigenen Interesse die Gesetze der Länder, in denen Sie sich gerade aufhalten und folgen Sie unseren Trinkempfehlungen nur in den Ländern, in denen Sie dafür nicht vor Gericht oder ins Gefängnis wandern.
Weinkaiser.de enthält Verknüpfungen (Links) zu externen Webseiten Dritter. Diese externen Webseiten unterliegen der Haftung ihrer jeweiligen Anbieter, Betreiber oder Autoren. Wir haben bei der erstmaligen Einrichtung der externen Links die Inhalte der fremden Webseiten daraufhin überprüft, ob etwaige Rechtsverstöße bestehen. Zu diesem Zeitpunkt waren für uns keine Rechtsverstöße erkennbar. Wir haben keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung sowie die Inhalte der extern verknüpften Seiten. Das Setzen von externen Links bedeutet nicht, dass wir uns hinter dem Verweis oder Link liegenden Inhalte zu Eigen machen. Um eine regelmäßige Kontrolle der externen Links sind wir bemüht, eine ständige Kontrolle ist für uns ohne konkrete Hinweise auf Rechtsverstöße allerdings nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden betroffene Links unverzüglich von unseren Seiten gelöscht.
Die auf Weinkaiser.de veröffentlichten Inhalte unterliegen dem deutschen Urheber- und Leistungsschutzrecht. Das Urheberrecht für auf Weinkaiser.de publizierten Texte und Bilder liegt grundsätzlich bei Ralf Kaiser. Bei Verwendung von Bildern anderer Fotographen oder Texten anderer Autoren (z.B. bei Kommentaren) werden die Urheber namentlich gekennzeichnet. Jede Verwertung der Inhalte von Weinkaiser.de außerhalb der engen Grenzen des Urheber- und Leistungsschutzrecht ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Ralf Kaiser unzulässig und strafbar. Das gilt für Vervielfältigung, Übersetzung, Bearbeitung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Medien und Systemen. Laut Urheberrecht ausgenommen davon sind Herstellung von Ausdrucken und Downloads für den persönlichen, privaten und nicht kommerziellen Gebrauch sowie kurze Zitate mit Quellenangabe (bei Online-Medien mit Link zum Originaltext). Die Darstellung dieser Website oder ihrer Inhalte in fremden Frames ist nur mit vorheriger schriftlicher Erlaubnis zulässig.
Alle auf diesen Seiten genannten oder abgebildeten Marken und Warenzeichen (auch Abbildungen von Etiketten oder Büchern) haben nur beschreibende Funktion. Sie bleiben Eigentum ihrer rechtmäßigen Inhaber.
Gemäß § 28 BDSG widersprechen wir jeder kommerziellen Verwendung, Verarbeitung und Weitergabe unserer im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte, es sei denn wir haben zuvor unsere schriftliche Einwilligung erteilt oder es besteht bereits eine Geschäftsbeziehung. Der Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung wird hiermit widersprochen. Einzige Ausnahme sind unaufgefordert zur Verkostung und Bewertung zugesendete Weine. Das Übersenden von Weinen zur Verkostung begründet allerdings keinen Rechtsanspruch, dass die Weine auch tatsächlich auf Weinkaiser.de vorgestellt und/oder bewertet werden.
Wir weisen pflichtgemäß darauf hin, dass jede (vor allem unverschlüsselte) Datenübertragung im Internet (z.B. per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann und nicht lückenlos vor dem Zugriff durch Dritte geschützt werden kann.
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.
Comments Off