20. März 2011

Weinrallye Gastbeitrag: von Hövel Oberemmeler Hütte Riesling Spätlese GK 1994

Kategorie: Veranstaltungen, Wein, Weinrallye — Weinkaiser @ 12:30

Gastbeitrag des Saarbrücker Weinfreundes Marc Herold, der seine Weinnotizen sonst  im Forum der Weinfreaks Düsseldorf und in seinem Facebook-Profil veröffentlicht, zur Weinrallye #43 Riesling-Spätlese:

Das Weingut “von Hövel” gehört zu den klassischen Gütern, die ich sehr schätze, aber von denen ich immer zu wenige Flaschen im Keller habe. Die Weine wirken jung oft weniger spielerisch und ausgefeilt als die der anderen Saar-Granden. Der Kaufreflex lenkt das Geld dann erst mal nach Saarburg oder Kanzem. Jedes Mal, wenn ich aber einen gereiften Wein von Eberhard von Kunow öffne, nehme ich mir zuerst vor, mehr Weine von dort zu kaufen und noch mehr gereifte Weine mit dem unaufgeregt zeitlosen Etikett zu trinken. Die Weine reifen meist sehr gut und die Auslesen aus den 80er Jahren sowie die Spätlesen aus den 90ern trinken sich momentan mit Genuss. In der Interpretation des Gebiets zeigen sie meist eine üppigere und unmittelbarere Art als die ätherischen Weine Egon Müllers oder der sehnig mineralischen Zilliken Kreszenzen.

Ein weiterer Grund für die relative Nicht-Beachtung des Guts könnte dessen abgelegene Position im Anbaugebiet sein. Ist der Scharzhofberg schon ein gutes Stück von der Saar entfernt, liegt die Oberemmeler Hütte noch weiter im Hinterland. Auf der Lagen-Karte von 1868 wird die Gegend, auf der die heutige Hütte angesiedelt ist aber in die gleiche Klasse wie der Scharzhofberg eingestuft.

Die Spätlese-Rallye bietet da eine gute Gelegenheit mal wieder etwas Älteres aus der Oberemmeler Hütte zu öffnen. Meine Wahl fiel auf eine 1994er Riesling Goldkapsel Spätlese (AP 6 95, 8 % Alk.). Der Wein steht immer noch alterslos hellgelb im Glas und der erste Eindruck der Nase ist “Rauch”, direkt nach dem Öffnen wirkten die einzelnen Bestandteile des Weins noch etwas auseinander strebend. Nach einer Viertelstunde Luftzufuhr hat sich der Wein aber gefangen und die Show geht los. Die rauchigen Töne werden von etwas Williams-Birne abgerundet, die ganz leicht schweißigen Noten verlieren sich und der Wein zeigt seinen unglaublich trink animierenden, verschwenderischen Charakter. Die spielerische Säure hält alles zusammen und ich muss mich beherrschen, von der Flasche noch etwas für den nächsten Tag zurückzubehalten. Am zweiten Tag in der Flasche ist der Wein etwas schlanker und minzige, kräutrige Noten tauchen auf. Der Wein ist wirklich auf den Punkt gereift, lediglich am Rand der Wahrnehmung deuten minimale Petrolnoten auf das Alter dieser Spätlese hin. Dieser Riesling wird sicher auch in 5 Jahren noch Spaß machen. Dann kann ich aber auch langsam den 99er antesten…

Fehlt nur noch der Link zur Übersicht aller Beiträge der Weinrallye 43 zum Thema Riesling Spätlese.

Weinrallye Gastbeitrag: Pölicher Held Alte Reben Riesling Spätlese 2007

Kategorie: Wein, Weinrallye — Weinkaiser @ 11:02

Gastbeitrag des Bonner Food-Fotografen Frank Fremerey (Fotokontext.de) zur Weinrallye #43 Riesling-Spätlese:

Ralf hat mich eingeladen, etwas zur Weinrallye in seinen Blog hineinzuschreiben. Ich will dieser Bitte gerne nachkommen, zur Gewohnheit soll das aber nicht werden. Ich habe mich bewusst vorher nicht über diesen Wein informiert, damit mein Urteil nicht verwässert wird.

VKN: Feuerstein mit Stachelbeere

Der Kandidat im Glas heißt „Berweiler Riesling Spätlese 2007 Pölicher Held – Alte Reben“ vom Weingut Berweiler-Merges aus Leiwen*. Ich habe ihn zunächst gemeinsam mit Ralf Kaiser pur, zwei Tage später mit meiner Frau und einen Freund zum Abendbrot (mehlige Salzkartoffeln, Weißwurst, süßer Senf, Apfelmus) verkostet.

Frisch entkorkt entströmt dem Wein ein intensives Feuersteinaroma, das sich auch im Mund fortsetzt. Wenn er im Glas wärmer wird, ergibt sich so etwas wie eine „zweite Nase“, die unter dem weiter dominierenden Feuerstein zu liegen scheint und frisch, säuerlich und fruchtig wirkt, ohne, dass ich eine bestimmte Frucht benennen könnte. Eher gelbes Obst als rotes.

Im Mund erscheint der Wein mir weich mit wenig Nachhalt und kaum Alkohol, er ist süß aber nicht übermäßig störend oder klebrig. Seine cremige, ölige Art ist vom Feuerstein überlagert, etwas Mirabelle vielleicht. Ab der Mundmitte passiert nicht mehr viel, etwas dünn, etwas wässrig wirkt er dann für meinen Geschmack. 86 Punkte.

Nach zwei Tagen in der verschlossenen Flasche im Kühlschrank zeigt der Wein sich in besserer Form, sodass ich empfehlen will, ihn vor dem Trinken gründlich zu belüften.

In der Nase ist der Feuersteineindruck etwas abgemildert, weniger dominant. Dafür riecht er nun warm und sehr komplex, vielleicht ein wenig klebrig-süß mit deutlichen Anklängen von Stachelbeere und etwas Mirabelle.

Im Mund kommt die Konzentration, der Extrakt nun wesentlich besser zur Geltung. Ein Freund will neben der Stachelbeere auch noch Erdbeere geschmeckt haben, was ich nicht nachvollziehen konnte. Der Wein ist nach wie vor recht kurz und reißt keine Bäume aus, weil die profunde Süße nicht durch ein solides Säuregerüst getragen wird. Die Säure bleibt wie auch der Alkohol verhalten im Hintergrund wirkt eher cremig. Ich schätze eher stahlig-strahlige Säure auch und besonders in Süßweinen.

Nach gründlicher Belüftung erhält der Wein gegenüber dem Ersteindruck einen Bewertungspunkt mehr. 87 Punkte. Was gut gefällt, ist die Viskosität: „Wie flüssiger Honig“ meint meine Frau und will direkt eine Kiste davon ordern: „Superlecker“ lautet das Urteil der Weißweinliebhaberin.

*Berweiler-Merges Klaus
Euchariusstraße 35
54340 Leiwen, Deutschland
06507 3285
weingutberweiler.de‎

Ein Beitrag über den gleichen Wein vor zwei Jahren mit einigen Infos über das Weingut findet sich übrigens hier. Fehlt nur noch der Link zur Übersicht aller Beiträge der Weinrallye 43 zum Thema Riesling Spätlese.

Weinrallye Gastbeitrag: Die Riesling Spätlese - aus Sicht eines Moselwinzers

Kategorie: Allgemein, Wein, Weinrallye — Weinkaiser @ 00:01

Gastbeitrag des jungen Moselwinzers Karl-Josef Thul zur Weinrallye #43 Riesling-Spätlese:

Riesling und Spätlese sind mit Sicherheit, was den deutschen Weinbau anbelangt, die bekanntesten Begriffe. Gerade im englischsprachigen Ausland wird Spätlese und Riesling oftmals mit deutschem Wein gleichgesetzt.

Seit der Entdeckung der späten Lese mit Edelfäule-Anteil, der Sage nach auf Schloss Johannisberg, erlebte der Begriff vielerlei verschiedene Bedeutungen.

Erst durch neue Kellertechnische Verfahren wie die Sterilfiltration beispielsweise wurde es Anfang der 1900er Jahre möglich fruchtsüße biologisch halbwegs sicher abzufüllen. Vorher waren die Weine „durchgegoren“ und lagerten bis zum Erreichen einer gewissen Stabilität im Fass. So ging es mehr oder weniger glücklich durch weite Dekaden, bis in der Nachkriegszeit ein großer, und auch verständlicher Drang auf alles süße und fruchtige in Deutschland einsetzte. Wer könnte es den Deutschen nach langen Jahren der Entbehrung nun in der Zeit des Wirtschaftswunders auch verdenken. Das Weingesetz von 1971 ermöglichte auch großen Kellereien die industrielle Versorgung mit süßen Weinen. Der Begriff der Spätlese, vormals Garant und Synonym für hochwertige Rieslingweine verlor an Bedeutungskraft. Geradezu lächerlich geringe Auflagen an Erntemenge und Reife und das Aufkommen neuer Rebsorten wie Bacchus, Optima und Ortega ermöglichten es dem Winzer selbst unter schwierigen klimatischen Bedingungen stets dem Gesetz genüge zu tun.

Spätlese ist heute nur noch ein Prädikatsbereich. Es gibt sie durch alle Rebsorten und Geschmacksstufen und gerade das ist ein Problem. Die Riesling Spätlese hat nämlich das Zeug zum deutschen Profilwein!

Vor allem an der Mosel, dem Mittelrhein dem Rheingau und an der Nahe wachsen fruchtsüße Spätlesen, welche sonst nirgendwo in dieser Klasser erzeugt werden können.

Im Rahmen der neuen EU Weinmarktordnung wäre es möglich ein für den Verbraucher leicht zu durchschauendes System zu etablieren. Nach dem Grundsatz „Je enger die geographische Angabe, desto höher die Qualität“ könnte man Gebiets, Orts, und Lagenweine produzieren.

In den oben genannten Gebieten würde es sich anbieten den Begriff der Spätlese auf die Rebsorte Riesling zu beschränken und dem Begriff ein Profil zu geben. Warum nicht den Restzuckergehalt auf 50-100 g/l begrenzen und den Alkohol auf maximal 10 % vol.?

In der heutigen Weinbaupraxis geht der Trend leider oft genug hin zum Abstufen. So werden Auslesen als Spätlesen und Kabinette deklariert. Mit Sicherheit kein Nachteil für den Verbraucher aber wenn man ein wieder erkennbares Profil schärfen möchte der falsche Weg.

Der Spätlesestil leicht, fruchtig und weitestgehend ohne Einflüsse von Botrytis ist beim Verbraucher etabliert und macht eine einfache und erkennbare Abgrenzung zur Auslese möglich.

Zum Wein:

2009 Riesling Spätlese Detzemer Maximiner Klosterlay - Weingut K-J Thul

Am 1. November 2009 wurden die Trauben für diesen Wein geerntet. Vorhergegangen war ein Lesedurchgang bei dem alle mit Botrytis befallenen Trauben selektiert wurden zur Erzeugung einer edelsüßen Auslese. Somit konnten die verbliebenen gesunden Beeren noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen.

Der Most wurde spontan bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren, und hat einen Restzuckergehalt von 75 g/l.

Das harmonische Süße/Säurespiel, die floralen Noten von Flieder und hellen Blüten sowie die Citrus und Pfirsicharomen geben dem Wein seinen unverwechselbaren Charakter. Mit 7,5 vol. % Alkohol sehr leicht und animierend.

Der Wein passt perfekt zum warmen Rucolasalat mit Meeresfrüchten und Parmesan.

Weinrallye Gastbeitrag: “Riesling, Riesling, nur du allein…

Kategorie: Allgemein, Wein, Weinrallye — Weinkaiser @ 00:01

Gastbeitrag des schweizer Weinautors und Wein-Plus Kolumnisten Peter Züllig zur Weinrallye #43 Riesling-Spätlese: …sollst stets der Wein meiner Träume sein!”

Ja, die Weinrallye ist endlich angekommen, dort wo die deutschen Herzen schlagen, beim Riesling. Zugegeben, als „Ausländer“ bin ich nicht zuständig für eine objektive Betrachtung, eigentlich bin ich nur Randfigur, der das Wunder Riesling nicht versteht, nie verstehen wird. Meine deutschen Weinfreunde vermitteln mir diesen Eindruck, immer und immer wieder, vor allem wenn ich bei deutschen Winzern fast schüchtern – oder eingeschüchtert - nach Rotweinen - oder noch viel schlimmer - nach Chardonnay oder Weissburgunder frage. Nein, Riesling muss es sein und zwar – wenn man nicht gerade an der Mosel ist – trockener. Wenn ich mit meinen deutschen Weinfreunden gar in andern als deutschen Weingebieten unterwegs bin, zum Beispiel in Frankreich -  dann reisen in ihrem Gepäck auch immer Rieslinge mit: Reparaturweine!

Und wenn ich ab und zu – ob all der Rieslinge-Euphorie – den Absolutheitsgrad in Frage stelle, dann werde ich in die Schublade: „Der mag halt keine Rieslinge“ abgelegt. Es kommt mir vor, als würde man mir immer wieder die modifizierte Gretchenfrage stellen: „wie hast es du mit dem Riesling?“ Erwartet wird ohnehin nur ein Ja oder Nein, denn was meist folgt gleicht eher einer Inquisition, denn die Scharfrichter stehen überall bereit.

Nun ja – ich habe es überlebt, bis heute. Obwohl ich Peter heisse, habe ich die Petrus-Sünde nie begangen, den Herrn und Freund Riesling nie verleugnet. Auch nie in Frage gestellt, dass es in Deutschland die besten Rieslinge gibt und dass der Riesling ein ausgezeichneter Wein ist, sozusagen das Weinaushängeschild Deutschlands.

Wenn nun die Wein-Rallye endlich wieder einmal dem Riesling nachspürt, zeigt sich die Popularität der Fahrt schon bei den Anmeldungen: Es sind bereits 24 Zusagen und es werden noch mehr, davon bin ich überzeugt. Bei andern, vielleicht etwas sperrigeren Themen – zum Beispiel „Wein und Humor“ oder „Autochthone Rebsorten“ – waren es die Hälfte oder ein Drittel, die schliesslich in die Blogs eingestiegen sind. Dies soll keine Schelte sein, sondern ein Hinweis auf die Popularität des Themas.

Nun denn – so bin auch ich in den Keller gestiegen. Habe als Weinliebhaber mit schlechtem Riesling-Ruf nach einer Spätlese geforscht und bin – wer hätte es gedacht – fündig geworden. (weiterlesen…)

Die Weinrallye 43 zur Riesling Spätlese rollt und rockt!

Kategorie: Allgemein, Veranstaltungen, Wein, Weinrallye — Weinkaiser @ 00:00

Der Weinkaiser-Blog erstmals eine Weinrallye aus. Thema der Weinrallye 43 ist Riesling Spätlese, der Aufruf dazu findet sich hier und sie beginnt genau jetzt!

Auf dieser Seite werden in den nächsten 23 Stunden und 59 Minuten die Links zu allen Beiträge dieser Weinrallye gesammelt.

1. Wir-Winzer: wirwinzer.de/blog/weinrallye-43-riesling-spaetlese/
2. Karl-Josef-Thul: weinkaiser.de/die-riesling-spaetlese/
3. Peter Züllig: weinkaiser.de/riesling-riesling-nur-du-allein…/
4. 25cl: 25cl.de/..der-badische-masstab-fur-riesling-kommt-von-laible-aus-durbach/
5. Baccantus:
baccantus.de/2011/03/20/riesling-spatlese-weinrallye43/
6. Generation Wein: generation-wein.com/…berg-roseneck-2006-weingut-josef-leitz/
7. Schiller-Wine: schiller-wine.blogspot.com/…/jj-pruem-goes-supermarket…
8. Vinum-Blog: vinum.ch/blog/…/missionswerk-oxle-riesling-vs-riesling/
9. Originalverkorkt: originalverkorkt.de/../weinrallye-43-riesling-spaetlesen/
10. Weinpiraten: weinpiraten.posterous.com/weinrallye-43-oder-shortversion
11. Weinverkostung: weinverkostung.com/…/riesling-konig-unter-den-weinen/
12. BerlinKitchen: berlinkitchen.com/…/2009_Haart_Goldtröpfchen_Spätlese
13. Cordula Eich: wuertz-wein.de/…/weinralley-43-marilyn-und-die-spatlese/
14. Frank Fremerey: weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-policher-held/
15. Peter Jakob: marcodatini.posterous.com/besser-spat-als-nie…
16. Marc Herold: weinkaiser.de/weinrallye-gastbeitrag-oberemmeler-hutte-1994/
17. MySilvaner: mysilvaner.net/2011/03/20/die-weinrallye-43-riesling-spatlese/
18. Drunkenmonday: drunkenmonday.wordpress.com/vollenweiders-spatlese
19. Weinpasta: weinverkostungen.com/WR/TO.htm
20. WeinReichRLP: blog.wein-reich/riesling-spatlese-flusskrebs-mango-risotto/
21. der Ultes: weinfachberater.der-ultes.de/hattenheim-nussbrunnen-spatlese-eser/
22. Weinverkostungen: weinverkostungen.de/kloster-eberbach-1990er-baiken/
23. 25cl: 25cl.de/…/1971-sinzheimer-fruhmessler-riesling-spatlese/
24. Yuki Keylin: yuki-keylin.de/2011-03-20/weinrallye-43-riesling-spaetlese/
25. der Ultes: weinfachberater.der-ultes.de/2001-erdener-treppchen-R-SL-ehlen/
25. der Ultes: weinfachberater.der-ultes.de/2008-escherndorfer-lump-brennfleck/
26. Ch9dP: ch9dp.de/wordpress/?p=343
27. Steffens-Kess: steffens-kess.de/…/weinrallye-43-riesling-spatlese/
28. Cucina-Casalinga: cucina-casalinga.blogspot.com/spatlese-2009-weingut-pawis
29. Lamiacucina: lamiacucina.wordpress.com/weinrallye-43-riesling-spatlese/
30. WeinReichRLP: blog.wein-reich.info/eike-auf-spurensuche-mit-weinkonigin/
31. Schiller-wine: schiller-wine.blogspot.com/../riesling-in-south-africa.html
32. Winzerblog: http://winzerblog.de/2-x-riesling-spaetlese-von-der-mosel/
33. Bernhard Fiedler: bernhard-fiedler.at/weblog/?p=3704
34. Weinkaisers Posterous: weinkaiser.posterous.com/entdeckung-steinmetz
35. Werk2: werk2.org/webblog/?p=232
36. Myexperience4u: myexperience4u.blogspot.com/riesling-spatlese
37. Fabiowein: fabiowein.de/weinrallye-43-riesling-spatlese-von-der-mosel
38. Drunkenmonday: drunkenmonday.wordpress.com/1976-spatlese-rheingau/
39. Weingut-Lisson: weingut-lisson.over-blog.com/weinrallye-riesling-spatlese
40. Lagazzettadelvino: lagazzettadelvino.blogspot.com/besser-spatlese-als-nie

Dazu kommen noch grundsätzliche Überlegungen von Dirk Würtz zur Frage, wie die “Weinspaßgesellschaft” mit einer solchen Weinrallye in die aktuelle Zeit passt.

17. März 2011

Stuart Pigotts Weinwunder Deutschland DVD veröffentlicht

Kategorie: Allgemein, Literatur, Wein — Weinkaiser @ 23:00

Um die Weihnachtstage 2010 zeigte der Bayerische Rundfunk sechs Folgen der Reportageserie Weinreise Deutschland, bei der Stuart Pigott, renommierter Weinkritiker und FAS-Kolumnist, mit einer Prise Selbstironie durch die deutschen Weinregionen reist und einige der spannendsten Weingüter und Winzer des Landes besucht. Für Januar 2012 sind weitere sechs Folgen à 30 Minuten angekündigt. Die sechs Folgen der ersten Staffel sind ab heute auf einer DVD für 19,99 Euro erhältlich.


Die einzelnen Folgen der ersten Staffel wurden hier bereits in einem anderen Artikel ausführlicher vorgestellt:

http://www.weinkaiser.de/weinwunder-deutschland-tv-serie-mit-stuart-pigott-im-br/

Stuart Pigott: Das Weinwunder Deutschland ist seriös, modern, witzig, kurzweilig und anderes. Das richtige für Laien und Liebhaber, aber nichts für Labeltrinker!

Inhalt der sechs Folgen:

Die Riesling Renaissance
“Der Riesling ist eine der bedeutendsten kulturellen Botschaften Deutschlands an die Welt”

Die Rotwein Revolution
“Deutschland ist nicht mehr die Gruselkammer des rötlichen Weins”

Guter Wein in rauen Mengen
“Gibt es im Supermarkt wirklich gute Weine? Und zu welchem Preis? Wir verkosten blind.”

Die Ökowein-Welle
“Ökowein gibt es heute in jedem Supermarkt. - Und schmeckt der?”

Junge Wilde Winzer
“Für sie oder ihn gehört Wein zur Popkultur”

Süßwein- ein Herbstmärchen?
“Paradox. Der teuerste Wein ist süß. Der Billigste auch. Das interessiert mich.”

Aus dem Vorwort des Booklets:

Trotz jahrhundertealter Weinbautradition galt der deutsche Wein bis vor Kurzem als bieder und billig. Masse statt Klasse war das Motto.

Doch vor etwa zwei Jahrzehnten machten sich die ersten jungen, innovativen und kreativen Winzer auf, Wein-Deutschland zu verändern: Qualität, Charakter, Individualität (neudeutsch “terroir”), nachhaltiger Weinbau und Anpassung an den Klimawandel sind die neuen Werte, die nicht nur den Weingenuss an sich, sondern die gesamte deutsche Weinlandschaft verändern werden. In einer Zeit, in der Wein allgemein nicht mehr als elitär und steif, sondern zunehmend als cool und dynamisch empfunden wird, finden so die neuen deutschen Winzer mit Ihrem Innovationsdrang ihren Platz an der Spitze dieser neuen Genuss-Bewegung.

Wer aber steht hinter Namen wie “message in a bottle” oder “wild thing”? Wird es dieser Bewegung gelingen, so bessere Zukunftsperspektiven für die Winzer und ihre Familien zu schaffen?

Im Vivienne Westwood-Anzug machte ich mich auf die Reise zu diesen Weinmenschen und erforschte für Sie das “Weinwunder Deutschland”.

Ihr “Wein-Punk” Stuart Pigott

Daten der DVD: VÖ. 17.03.2011, Laufzeit: 180 Min; Bild: 16:9, Ton: Stereo, Genre: Dokumentation. Eine Produktion von Megaherz und Moviepool im Auftrag des Bayerischen Rundfunks. Label: Telepool im Vertrieb von KNM Media.

Stuart Pigotts Weinwunder Deutschland DVD bei Amazon bestellen

Zwei Exemplare der DVD werden hier bei Weinkaiser.de verlost. Eines unter den Teilnehmern der Weinrallye 43 am Sonntag 20.03. und eines unter allen, die sich hier bis zum 24.03. für die Verlosung melden (per Kommentar, Twitter, Facebook oder Email).

16. März 2011

“Haus der prämierten Weine” wird gut angenommen

Kategorie: Allgemein, Tourismus — Weinkaiser @ 11:52

Alle mit der Einführung des Hausschildes für prämierte Weinbaubetriebe verbundenen Erwartungen übertroffen sieht die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Die Überlegung, nicht nur prämierte Weine mittels aufgeklebter Medaille kenntlich zu machen, sondern auch das dahinter stehende Erzeugerunternehmen, kann bereits wenige Wochen nach der erstmaligen Verleihung als Volltreffer bezeichnet werden. “Das Hausschild passt offensichtlich zu den sich immer professioneller entwickelnden Marketingaktivitäten der Betriebe, die ihr Licht nicht mehr unter den Scheffel stellen, sondern mit ihren Erfolgen bei der Landesprämierung ihr Leistungspotenzial dokumentieren”, sagte ein Sprecher der Landwirtschaftskammer.

In weniger als drei Monaten wurde die Tafel mit der Aufschrift “Haus der prämierten Weine” in den drei nördlichen Anbaugebieten Ahr, Mittelrhein und Mosel bereits von 50 Betrieben im Weinbauamt Wittlich der Landwirtschaftskammer beantragt und an diese ausgegeben. In Rheinhessen haben sich bislang 70, in der Pfalz sogar 111 Winzer die Plakette gesichert. Im Anbaugebiet Nahe erwartet Prüfstellenleiter Hans-Günter Breisig, dass nach den bis heute ausgegebenen 30 Schildern weitere 20 in den nächsten Tagen an erfolgreiche Prämierungsteilnehmer gehen. Landesweit werden somit in Kürze rd. 300 der edlen Emailletafeln qualitätsbewussten Weinkunden den Weg zu ausgezeichneten Anbietern weisen.


Ein Weinbaubetrieb qualifiziert sich für die Verleihung mit der erfolgreichen Teilnahme einer für seine Betriebsgröße repräsentativen Anzahl von Weinen bei der Landesprämierung für Wein und Sekt. Der Berechnungsmodus aus Mindestanstellzahl nach Betriebsgruppe und erzielten Prämierungen ist in den veröffentlichten Prämierungsbestimmungen festgelegt. So muss beispielweise ein Winzer mit sechs Hektar Rebfläche mindestens sieben prämierte Weine im Jahr vorweisen können. Die Qualifikation muss in jedem Prämierungsjahr neu erworben werden; daher bleibt das Schild auch formal im Eigentum der Kammer und kann bei Nichterfüllung der Qualifikationsnorm auch wieder zurückgefordert werden.

11. März 2011

Neuigkeiten bei Weinkaiser.de

Kategorie: Allgemein — Weinkaiser @ 22:52

Der diesem Blog freundschaftlich verbundene Bonner Künstler und Grafiker Florian Steffens hat in den letzten Tagen mehrere Entwürfe für ein neues Titelbild dieses Blog gezeichnet und gestaltet. Drei der Entwürfe sind hier abgebildet (und können durch anklicken vergrößert werden) und das ausgewählte Bild ist nun oben zu sehen. Viele weitere Arbeiten des Künstlers finden sich auf seiner Internetseite, darunter auch eine sehr schön gezeichnete Einladungskarte für eine Weinkaiser-Weinprobe vor wenigen Wochen.

Neben dem neuen Titelbild gibt es eine Reihe weiterer Neuerungen:

  • Die neuen Artikel dieses Weinblogs können künftig auch als Email bezogen werden. Dazu bitte die Emailadresse im dafür vorgesehenen Feld oben am rechten Rand eingeben und anschließend bestätigen.
  • Am oberen rechten Rand von Weinkaiser.de finden Sie ab sofort einige farbige Buttons mit Links zu anderen Services von Weinkaiser.de: Facebook, Posterous, Twitter, Flickr und Feedburner.
  • Über die Weinkaiser-Accounts bei Twitter und Facebook finden Sie regelmäßig aktuelle Kurzmeldungen und interessante Links (nicht nur aber doch allermeist) aus der Welt des Weines.
  • Auf der Posterous-Seite Weinkaiser.Posterous.com finden Sie viele Schnappschüsse aus der Weinwelt von unterwegs, kurze Verkostungsnotizen, Kuriositäten und andere Schnipsel, für die es zu einem eigenen Beitrag hier im Weinkaiser-Blog nicht ganz gereicht hat, die aber trotzdem nicht verloren gehen sollten.
  • Unter dem Weinkaiser-Profil bei Flickr finden Sie schon jetzt einige hundert Fotos aus der Weinwelt. In den nächsten Tagen und Wochen wird das komplette Weinkaiser-Fotoarchiv mit einigen tausend Bildern dort veröffentlicht. Für private oder anerkannt gemeinnützige Zwecke dürfen die Fotos bei Nennung des Urhebers ( Ralf Kaiser - www.weinkaiser.de ) kostenfrei verwendet werden. Für kommerzielle und gewerbliche Nutzung kontaktieren Sie uns bitte.
  • Den RSS(2)-Feed von Weinkaiser.de können Sie künftig sowohl wie gewohnt über http://www.weinkaiser.de/?feed=rss2 und http://www.weinkaiser.de/feed/ beziehen als auch nun neu über Feedburner.

Zum Schluss noch einmal das bisherige Titelbild aus dem Ürziger Würzgarten (anklicken öffnet das Panorama des gesamten Weinbergs).

10. März 2011

ProWein 2012 - Tweetwall / Twitterwall

Kategorie: Veranstaltungen — Weinkaiser @ 21:11

Vom 27.-29. März 2011 fand in Düsseldorf die ProWein 2011 statt. Hier gibts weiter die neusten Tweets zum Thema Prowein und hier gibt es den Weinkaiser-Fotostream mit rund 90 kommentierten Fotos von der ProWein 2011.

Falls Sie oberhalb dieses Textes nicht die Twitterwall sehen, sollten Sie überprüfen, ob Javascript eingeschaltet ist oder ein Skriptblocker das Twitter-Plugin blockiert…


8. März 2011

XXVI. Hamburger Wein Salon 2011

Kategorie: Veranstaltungen — Weinkaiser @ 17:18

Während das Rheinland am vergangenen Wochenende auf den Höhepunkt der Karnevalssession zusteuerte, fand in Hamburg bereits die erste größere Weinmesse des Jahres statt. Zum vom Weinjournalisten Mario Scheuermann veranstalteten 26. Hamburger Wein Salon in den historischen Börsensälen der Hamburger Handelskammer kamen trotz herrlichem Vorfrühlingswetter (man hörte, es sei das erste durchgehend schöne Wochenende in Hamburg seit Monaten) etwas über 800 Besucher. Die reisten zum Teil sogar eigens aus dem Ausland an, wie eine Gruppe von 21 Mitglieder des Weinklubs aus dem dänischen Tønder, die sich begeistert zeigte.

Auch die Aussteller waren zufrieden, vor allem wegen der hohen Qualität des Publikums. Das gebe es so bei keiner anderen Veranstaltung in Hamburg.

GRAND PRIX D`EXCELLENCE  - KOLLEKTION DES JAHRES
Weingut Winfried Frey & Söhne, Essingen, Pfalz

GRAND PRIX D`EXELLENCE - ENTDECKUNG DES JAHRES - international -
Weingut Ernst, Deutschkreutz, Burgenland

GRAND PRIX D`EXELLENCE - ENTDECKUNG DES JAHRES - national -
Weingut Heinz Pfaffmann, Pfalz
Weingut Ökonomierat A. Schmitt, Saar

GRAND PRIX D`EXELLENCE - WEISSWEIN DES JAHRES
2009 Erbach Marcobrunn EG, Domänenweingut Graf Schönborn, Rheingau

GRAND PRIX D`EXELLENCE - ROTWEIN DES JAHRES
2007 Admiral, Weingut Pöckl, Burgenland

GRAND PRIX D`EXELLENCE - SÜSSWEIN DES JAHRES
2009 Merlot Eiswein Blanc de noir, Weingut Winfried Frey, Pfalz

Als kleiner Nachtrag noch meine persönlichen Highlights des letztjährigen Wein Salons (2010), die ich im letzten Jahr zwar aufgeschrieben aber nicht veröffentlicht hatte: (weiterlesen…)