20. Dezember 2008
Unter dem Titel “Der Champagner-Favorit kommt von Aldi” wirbt die Stiftung Warentest seit gestern mit einer Pressemitteilung für ihr neues Heft. Weiter heißt es:
“Überzeugenden Champagner gibt es auch beim Discounter: Der Veuve Monsigny (ca. 14 Euro) von Aldi (Süd) ist der Champagner-Favorit der Stiftung Warentest bei einem Test von 26 Qualitätsschaumweinen – Sekt und Champagner – für die Januar-Ausgabe der Zeitschrift test. Aber auch die Champagner von Aldi (Nord), Lidl und Plus überzeugten durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.” (weiterlesen…)
16. Dezember 2008

Wie bereits in einem früheren Blog-Beitrag geschrieben, war die Fattoria Valtellina in den Jahrgängen 1990 bis 1999 mein Lieblingsweingut in der Toskana. Ab 1996 hat dort der talentierte Schweizer Önologe Andreas Stössel mit seinem Team die Verantwortung übernommen. In seiner Regie entstanden zwei der besten Jahrgänge dieses Weingutes und er verhalf den beiden kurz vor seinem Einstieg erstmals entstandenen IGT “Convivio” (75% Sangiovese, 25% Cabernet Sauvignon) und “Il Duca” (einem reinen Merlot) zum echter Klasse. Seit 2005 hat das Team von und mit Andreas Stössel nun ein neues Betätigungsfeld: Die Tenuta Villa Trasqua in Castellina in Chianti. (weiterlesen…)
15. Dezember 2008

Fattoria Valtellina - Der Name dieses Weingutes in Gaiole in Chianti führt immer wieder zu Missverständnissen. Valtellina ist eben auch der Name eines langgezogenen Tals in der Norditalienischen Region Lombardei mit gleichnamiger DOC-Weinregion. Die Fattoria Valtellina hat ihren Namen allerdings nicht, wie man jetzt denken könnte, in Anspielung an diese Weinregion erhalten, sondern nach der im Valtellinatal heimischen Rinderrasse, die einer der Vorbesitzer dieses Anwesens hier auf den für Spitzenweinbau prädestinierten Hügeln des Chianti-Classico-Gebietes im Herzen der Toskana züchten wollte. Zum Weingut umgebaut wurde die “Rinderranch” dann ab der 1960er Jahre von Giorgio Regni, der dafür auch heute noch durch Nennung seines Namens auf den Etiketten der Chianti-Classico-Weine gewürdigt wird. (weiterlesen…)
14. Dezember 2008

Wolfgang Faßbender: Im Wein liegt Lüge - 99 Legenden und Wahrheiten
Das neue Buch von Wolfgang Faßbender ist ganz gegen den aktuellen Trend von immer dickeren, immer schwerer und aufwendiger ausgestatteten Weinbüchern entstanden. Gerade einmal 116 Seiten umfasst das broschierte Werk, knapp größer als im üblichen Taschenbuchvormat.
Der Autor ist ein sehr erfahrener Wein- und Gastronomiejournalist, unter anderem stv. Chefredakteur des “Bertelsmann Guides Restauranttests”, Redakteur der Zeitschrift Weinwelt und seit einigen Jahren nun verantwortlicher Verkoster für die Regionen Mosel-Saar-Ruwer und Rheingau des Weinführers “Eichelmann - Deutschlands Weine” (was die Qualität dieses Weinführers deutlich verbesserte). Daneben schreibt er der Kolumnen für mehrere Tageszeitungen und hat bereits eine zweistellige Zahl von Büchern veröffentlicht. (weiterlesen…)
7. Dezember 2008

Weinhof Herrenberg Schodener Herrenberg Riesling Auslese 1997
Die Weine des Weinhofs Herrenberg in Schoden an der Saar werden seit 2002 unter einem neuen Namen vermarktet. Nun heißen sie LochRiesling, nach der Winzerfamilie Claudia und Manfred Loch, die das Weingut 1992 aus dem Nichts gegründet haben und bis heute führen. Grund für den Namenswechsel war vor allem die hohe Verwechslungsgefahr. Nur 7-8 Kilometer Saar-aufwärts in Serrig befand sich bis 2006 schon das nächste und wohl bekannteste Weingut Herrenberg - das VDP-Weingut von Bert Simon, das mittlerweile durch einen Eigentümerwechsel aber auch seinen Namen geändert hat und nun nach dem neuen Eigentümer Dr. Jochen Siemens, dem ehemaligen Chefredakteur von “Frankfurter Rundschau” und “Alles über Wein”, Weingut Dr. Siemens heißt. Daneben gibt es bundesweit noch eine Reihe weiterer, weniger bekannte Weingüter Herrenberg.
(weiterlesen…)
2. Dezember 2008

Schloss Lieser Riesling Kabinett 2006
Der 2006er Kabinett von Schloss Lieser präsentiert sich derzeit recht verschlossen (die halbe Stunde, die wir dem Wein heute im Dekanter nur zum Atmen geben konnten, war einfach viel zu kurz). Helles Gelb, in der Nase Minznoten, leichte weitere Sponti-Noten, Stachelbeeren, Aprikose, Mandarine, je ein Hauch Gerbstoff und Mineralik, kräftige Säure und für einen 2006er Schloss Lieser eine recht gering wahrnehmbare Restsüße (die Weine von Thomas Haag aus dem Jahr 2006 sind alle extrem konzentriert und mit sehr hoher Restsüße ausgestattet, so hat auch dieser Wein analytisch sicher ausreichend Restzucker, in der aktuellen Phase geht das allerdings etwa unter). Heute 84P Potential bis 86/87P
1. Dezember 2008

Heymann-Löwenstein Winninger Uhlen Riesling Auslese Goldkapsel 1997
Auf diesen Wein hatte ich eine gewisse Vorfreude. Eine 1995er Uhlen Auslese (1/1 Flasche ohne Goldkapsel) von Reinhard Löwenstein, im Sommer 2007 getrunken, zählt zu den besten gereiften Rieslingen, die ich je im Glas hatte. Dazu kommen die guten Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit einer Reihe von trockenen 97er dieses Weinguts gemacht habe. Um das Jahr 2001 herum konnte ich gemeinsam mit Freunden die kompletten Restbestände der Heymann-Löwenstein-Weine einer in Abwicklung befindlichen Kölner Weinhandlung erwerben. Einzelflaschen aus fast allen Jahrgängen der 90er sowie ein paar Kisten 1998er Goldkapselauslesen und Eisweine. Ein Teil dieser Weine stand übrigens bei der Heymann-Löwenstein-Verkostung des Kölner Weinforums im April 2006 auf dem Tisch. Die 1997er Goldkapselauslese kannte ich bisher nicht und habe sie (und ein Zweitfläschchen) erst kürzlich aus dem Privatkeller eines befreundeten Weinhändlers erworben.
(weiterlesen…)