27. Mai 2010

Petrus und andere Heilige - Verkostung großer Bordeaux von 1981 bis 1990

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 23:40

Eine Verkostung großer Bordeaux, bei der ein Premier Grand Cru Classé von Château Lafite-Rotschild schlechtester Wein des Abends wird, erlebt man leider nicht allzu häufig. Die Kölner Weinrunde hatte zur Bordeauxprobe geladen und der Organisator des Abends hatte uns einige richtige Highlights aus seiner genialen Bordeauxsammlung mitgebracht. Verkostet wurden 13 große Bordeaux und dazu zwei “Piraten” aus anderen Teilen der Welt, die sich bei früheren Tastings schon gegen die Spitze aus Bordeaux durchgesetzt haben sollen. Die Weine wurden “blind” verkostet. Ein größerer Teil der angestellten 15 Weine war den Teilnehmern durch die Einladung bekannt, teilweise wurde aber noch kurzfristig der Jahrgang geändert und auch die Verkostungsreihenfolge war nicht bekannt.

1981er Château Lafite-Rothschild, Pauillac, Premier Grand Cru Classé
Dunkles Purpur, Kaffee, Paprika in der Nase, für einen 1er Bordeaux viel zu kurz.
Parker gibt 93 PP und schreibt von Potential bis 2025.
Wine-Spectator gab erst 90, dann 91 und zuletzt 88 WS
Rene Gabriel vergibt 17/20
Die Kölner Runde vergibt 84-88 Punkte
Von mir 85P (austrinken!)

1990er Château Tertre Roteboeuf, St. Emilion Grand Cru Classé
85% Merlot, 15% Cabernet Franc
Bräunliches Schwarz, Mokka, dunkle Beeren, feines Holz, reife Tannine, sehr lang. Bester Roteboeuf ever.
Parker gibt 98 PP
Wine-Spectator gab erst 83, dann 87 WS
Rene Gabriel vergibt 19/20
Die Kölner Runde vergibt 89-97 Punkte
95P (jetzt auf dem Höhepunkt)

1990er Château Figeac, St. Emilion, Premier Grand Cru Classé (B)
35% Cabernet Sauvignon, 35% Cabernet Franc, 30% Merlot
Leichte bräunliches Reflexe, reife Frucht von dunkle Beeren, Paprika, noch sehr kräftige Tannine.
Parker gibt 94 PP
Wine-Spectator gab erst 92, dann 90 WS
Rene Gabriel vergibt 18/20
Die Kölner Runde vergibt 89-93 Punkte
91P (trinken bis 2020)

1990er Château Canon Le Gaffelière, St. Emilion Grand Cru Classé
55% Merlot, 40% Cabernet Franc, 5% Cabernet Sauvignon
Granatrot, Leder, Tabak, Kaffee, rauchige Noten, dunkle Früchte, feine Fruchtsüße, milde Tannine und mit ausreichend Säure für viele weitere Jahre. Sehr langer Abgang. Ein Bordeaux-Meisterwerk des deutschen Grafen Stephan von Neipperg.
Parker gibt 92 PP
Wine-Spectator gab erst 95, dann 93 WS
Rene Gabriel vergibt 15/20
Die Kölner Runde vergibt 95-97 Punkte
96P (jetzt großartig - noch besser in 5-10 Jahren?)

1990er Château Troplong Mondot, St. Emilion Grand Cru Classé
85% Merlot, zusammen 15% Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc
Schwarz-braun, intensive Röstaromen, Kaffee, Teer, Marzipan, dunkle Früchte, erfrischende Säure, sehr filigran, minimale Bitternote. Einige in der Runde erinnert der Wein an große elegante Burgunder. Da ist sicher etwas dran.
Parker erhöht  im Juni 2009 auf 98 PP
Wine-Spectator gab erst 91 und sieht ihn heute bei 95 WS
Rene Gabriel vergibt 17/20
Die Kölner Runde vergibt 90-96 Punkte
94P (trinken bis 2025)

1990er Château Angelus, St. Emilion Premier Grand Cru Classé (B)
(war 1990 noch einfacher Grand Cru Classé)
Schwarz-braun, Tabak, Leder, Röstaromen, dunkle Schokolade, noch deutliche Fruchtnoten von Himbeere und Brombeeren, reife Tannine, sehr fein und elegant. (weiterlesen…)

22. Mai 2010

Weinwanderung durch die Hattenheim Weinberge mit Winzer Christian Ress

Kategorie: Verantaltungen, Wein — Weinkaiser @ 12:49

Am Tag der Jahrgangspräsentation der 2009er Kollektion des Weinguts Balthasar Ress hatte Jungwinzer Christian Ress zu einer morgendlichen “kleinen Wanderung durch die Hattenheimer Gemarkung” eingeladen.

Ich hatte solche Wanderungen schon bei mehreren anderen Weingütern erlebt und vielleicht 20 Wanderwillige erwartet. Dabei hatte ich wohl den Kundenstamm des Weinguts Balthasar Ress unterschätzt.

Mit geschätzt 150 Weinwanderern, die auf Außenstehende wohl wie ein hundert Meter langer Demonstrationszug wirken mussten, ging es durch die Hattenheimer Weinberge und einen Teil des bekannten Hattenheimer Brunnenwegs. (weiterlesen…)

19. Mai 2010

Weinkaiser schreibt in der Rhein-Zeitung

Kategorie: Allgemein — Weinkaiser @ 07:18

Im Rahmen der Aktion “Chefreakteur für einen Tag” (#cr41day) der Rhein-Zeitung durfte Deutschlands bekanntester Blogger Sascha Lobo am gestrigen Dienstag für einen Tag in die Rolle des Chefredakteurs schlüpfen. Heute erscheint die von ihm verantwortete Ausgabe der Rhein-Zeitung (Verbreitungsgebiet: nördliches Rheinland-Pfalz von Mainz bis an die nordrhein-westfälische Landesgrenze kurz vor Bonn).

Auf einer landesweit erscheinenden Seite stellte Kurzzeitchef Lobo dabei den drei Weinbloggern Mario Scheuermann (DrinkTank), Dirk Würtz (Würtz-Wein) und dem Weinkaiser-Blog Platz für Weintipps und ein Weingutsportrait zu Verfügung. Auf die halbe Zeitungseite passten natürlich nur Kurzfassungen der Epfehlungen. Die ausführlichen Fassungen der drei Beträge finden Sie auf der Internetseite der Rhein-Zeitung unter “Wein-Wissen aus dem Netz: Drei Blogger geben Tipps“. Die kompletten ePaper- und die PDF-Ausgaben der Rhein-Zeitung sind heute und morgen übrigens kostenlos abrufbar.

Den Weinkaiser-Beitrag finden Sie auch hier:

Immer wieder lecker:
Die zartfruchtigen Riesling Kabinett- und Spätlese-Weine vom Weingut Reinhard & Beate Knebel aus der Steillage Winninger Röttgen gehören zu den allerbesten Weinen ihrer Art. Egal ob der etwas leichtere und frischere Röttgen Kabinett, die konzentriertere Röttgen Spätlese oder die hochkomplexe Röttgen Spätlese Alte Reben:

Diese Weine mit ihren intensiven Steinobst- und Zitrusfruchtaromen, der feinen Süße, der wunderbar herben und leicht kräutrigen Mineralität und der erfrischen Säure haben hohes Suchtpotential. Diese Mosel-Rieslinge schmecken übrigens nicht nur jung. Beim Kabinett über 5-6 Jahre und bei den Spätlesen über mindestens acht Jahre werden die Aromen immer komplexer und die Süße wird im Gegenzug immer geringer wahrnehmbar. Gute Rieslinge zeigen ihr volles Potential eben meist erst mit ein paar Jahren Reife.

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17. Mai 2010

Winninger Steillagenweinfest in Röttgen und Brückstück

Kategorie: Verantaltungen — Weinkaiser @ 22:32

Zum achten Mal fand am vergangenen Sonntag das Steillagenweinfest Winningen im Brückstückweg durch die Winninger Steillagen Brückstück und Röttgen statt. Auf etwas über zwei Kilometern konnte an neun Ständen Wein verkostet oder geschlemmt werden. (weiterlesen…)

Wein vom Haken - 2008er Rieslinge aus dem Bopparder Hamm

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 19:36

Der Weinberg Bopparder Hamm erstreckt sich über ca. sechs Kilometer von Boppard bis Spay. Die bekannten Steillagen bilden den nach Süden ausgerichteten Teil der S-förmigen Rheinschleife. Der Name „Hamm“ leitet sich vom lateinischen Begriff „hamus“ ab, was je nach Kontext Haken oder Angelhaken bedeutet. Mit rund 80 ha ist der Bopparder Hamm die größte zusammenhängende Fläche hochklassiger Lagen am Mittelrhein.

Der Weinberg ist in sieben Sublagen aufgeteilt. Das Kernstück bilden die vier ideal nach Süden exponierten Lagen Engelstein, Feuerlay, Mandelstein und Ohlenberg. Die drei einfacheren Lagen heißen Elfenlay, Fässerlay und Weingrube. Die Lage Feuerlay wird als der beste Teil des Bopparder Hamms angesehen und ist wie der qualitativ an nächsten liegende Mandestein vom VDP als “Erste Lage” anerkannt. In der Lage Feuerlay wird wie im Mittelstück des Winninger Uhlen der Schieferverwitterungsboden von der stark kalkhaltigen Laubach-Gesteinsschicht durchzogen. Das Winninger Weingut Heymann-Löwenstein erzteugt mit seinem Uhlen Laubach Riesling einen Wein ausschließlich von diesen Böden, was in vielen Jahren einen erstaunlich stark an große Burgunder erinnernden Wein ergibt. Leider wurde der Wert dieser Gesteinsformationen im Bopparder Hamm erst nach den großen Flurbereinigungsmaßnahmen 1966 und 1985 erkannt, so dass die Laubach-Schicht heute nicht mehr so klar definiert ist, wie sie einmal war. Mehr zur Lage Bopparder Hamm im Mittelrhein-Weinführer.

Bopparder-Hamm-Rieslinge des Jahrgangs 2008 aus dem Bopparder Hamm gemeinsam verkostet mit Freunden und einigen Teilnehmern eines Bonner VHS-Weinkurses (weiterlesen…)

15. Mai 2010

Mittelrheinischer Weinfrühling im Bopparder Hamm

Kategorie: Verantaltungen — Weinkaiser @ 12:06

Am letzten April-Wochenende findet seit einigen Jahren regelmäßig der Mittelrheinische Weinfrühling in den Weinbergslagen des Bopparder Hamm statt.

Bei wunderbarem Wetter wurde der Seitenstreifen der B9 auf der kompletten Strecke von Spay bis Boppard zum wilden Veranstaltungsparkplatz. Mit den Autos von einigen tausend Besuchern, die trotz guten park-and-ride-Angebots größtenteils mit dem PKW anreisten, waren die Parkplätze in Spay und Boppard einfach überfordert.

Nach unserer Ankunft in Spay mussten erst einmal gut hundert Höhenmeter zum Veranstaltungsort auf halber Höhe des Weinbergs überwunden werden.

Bei Mitte zwanzig Grad und strahlendem Sonnenschein lies der Anstieg schnell ein Gefühl dafür aufkommen, wie anstrengend die tägliche Arbiet im Weinberg sein muss.

An der aus unserer Richtung ersten Station, dem Stand vom Weingut Matthias Müller, einem der beiden besten Winzer im Bopparder Hamm angekommen, konnte problemlos der Eindruck aufkommen, hier sei gerade eine Völkerwanderung im Gange.

Auf einer Strecke von rund drei Kilometern verteilten sich in diesem Jahr Weinstände von 15 in diesem Weinberg vertretenen Winzern und vier Verpflegungsstationen örtlicher Gastronomen. (weiterlesen…)

10. Mai 2010

St. Antony Riesling Rotschiefer und Weißburgunder 2009

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 22:58

Wie bereits berichtet, stellte das Weingut St. Antony aus dem rheinhessischen Nierstein in diesem Jahr einigen Weinbloggern und der Twitter-Weinszene einige seiner Weine vor der offiziellen Markteinführung zum Test zur Verfügung. Unter dem Link findet sich auch ein Weingutsportrait. Waren es im Ende Februar der  Riesling Bodenschatz 2009 und der 2009er Rose, so sind es diesmal der Riesling Rotschiefer 2009 und Weißburgunder 2009.

St. Antony Weißburgunder 2009
Der mit Schraubverschluss (Stelvin+) verschlossene Weißburgunder 2009 stammt aus Trauben aus der Umstellung zum ökologischen Landbau. Helles Gelb, für einen Stillwein noch richtig kräftige Kohlensäure, sehr milde Säure, schöne Nussaromen, Zitrus, Quitten, wirkt sensorisch nicht absolut trocken. Das feine leichte rheinhessische Gegenmodel zu den kräftigen Badischen Weißburgundern. Vielseitiger Speisenbegleiter auch für all jene, die bei Riesling ein Säureproblem haben. Wirkt abgesehen von der Kohlensäure schon deutlich harmonischer und trinkfertiger als der Rotschiefer Riesling. 83P

St. Antony Riesling Rotschiefer 2009
Der Rotschiefer kommt in sehr hochwertiger Ausstattung mit Glasverschluss daher und enthält laut Etikett einen Riesling aus alten Reben in Steillagen die in ökologischen Anbau bewirtschaftet werden. Der Wein ist einfach noch sehr jung, hat noch etwas Kohlensäure, eine schöne frische Säure, saftige Frucht mit Noten von Pfirsich, Limonen und Stachelbeeren, etwas cremiges mit einem Hauch Vanille, durch ein wenig Gerbstoffe ein angenehm herbe Note und eine leichte mineralische Würze. Mit 13% Vol. ein Hauch zu viel Alkohol. Mir scheint, für Rieslinge dieser Klasse ist 12,5 % Vol. der ideale Alkoholgehalt. Ich habe den Wein über 5 Tage getrunken, er verlor nur etwas seiner frische, blieb ansonsten sehr stabil. 87+P

Andere zum Thema:

Augsburg Blog

Daggi Bloggt

Don Simon

Drunken Monday

jbbrana

La Gazetta De Vino

Marco Datini

Marqueee

Trinklaune

8. Mai 2010

Wein im Schloss 2010

Kategorie: Verantaltungen — Weinkaiser @ 09:52

In Mitten der Großbaustelle mit den Vorbereitungen für die Bundesgartenschau im nächsten Jahr präsentierten im Kurfürstlichen Schloss zu Koblenz auch in diesem Jahr wieder über hundert Rheinland-Pfälzische Weinguter sowie neun Weingüter aus der Gastregion Burgenland ihre aktuellen Weine. Darunter auch das Ruster Weingut Feiler-Artinger, in dessen Gutsgebäude die ARD-Serie Winzerkönig gedreht wurde und das sich in den letzten Jahren an die absolute Spitze am Neusiedler Sees vorgearbeitet hat. Leider hatte Seniorchef Hans Feiler nicht alles dabei, was sein Sohn Kurt in der letzten Zeit an großartigen Süßweinen (v.a. Ruster Ausbruch Essenz) erzeugt hat.

Anders am Stand von Willi Opitz, der mir hier seine Visitenkarte entgegenstreckt. Neben den im offiziellen Programm verzeichneten Weinen hatte er eine ganze Reihe seiner mit Preisen überhäuften Trockenbeerenauslesen dabei, die er an Interessierte gleich mit passenden Käsen, Früchten, Schokoladen oder anderen Süßspeisen verteilte. Der sympathische Weinverrückte hat seinen Weinstand kurzerhand in eine Showküche für kleine Köstlichkeiten verwandelt und auch seine Weine präsentierten sich wunderbar.

Wein im Schloss - Willi Opitz

Bei den deutschen Weingütern wussten vor allem die üblichen Verdächtigen zu begeistern: Das Winninger Weingut Reinhard und Beate Knebel hat in den letzten Jahren aus der Lage Winninger Röttgen mehrfach eine der besten Riesling Spätlesen Deutschlands sowie weitere großartige Süßweine erzeugt und schließt daran auch in diesem Jahr nahtlos an.

Auch im Bopparder Hamm sind wieder sehr schöne Weine entstanden. An der Spitze wie in den Vorjahren das Weingut Weingart mit einer von vorne bis hinten makellosen Kollektion, gefolgt vom Weingut Matthias Müller, dessen Bopparder Hamm Ohlenberg Riesling Spätlese “Edition MM” mir besonders gut gefallen hat (Matthias Müller adelt in jedem Jahr die ein-zwei Weine, die ihm am besten gefallen, mit seiner betriebsinternen Auszeichnung “Edition MM” und in den letzten Jahren, war auf darauf absolut Verlass) und dem auf der dem Bopparder Hamm gegenüber liegenden Rheinseite gelegenen Weingut Didinger. Die Mittelrhein-Weine haben schon traditionell ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aber das Weingut Didinger ist in dieser Disziplin zumindest bei seinen besten Weinen kaum noch zu übertreffen.

Das Weingut Tesch hat in den letzten Monaten mit einigen spektakulären Veranstaltungen auf sich aufmerksam gemacht. Mit dem Riesling Unplugged ist mit erstaunlichem Erfolg ein Einstieg in die Zielgruppe der Rockfestival-Besucher erreicht worden. Der Unplugged ist für 8 Euro natürlich nicht so spektakulär, wie einige der Tesch-Events, aber doch gute Qualität fürs faires Geld. Richtig spannend wird es den Lagenrieslingen, für die nur 2-4 Euro mehr anfallen, was zumindest beim St. Remigiusberg für 12 Euro ein echtes Schnäppchen für Freunde guter und richtig trockener Rieslinge ist.

Eine Neuentdeckung für mich war das Weingut Stephan Fischer in Zell an der Mosel. Die in Koblenz gezeigten spontan vergorenen 2009er Rieslinge Spätlese (73 g RZ, 8,1 g Säure, 9 % Vo.l, 7 Euro) und Auslese (106 g RZ, 7,9 g Säure, 7,5 % Vol., 9 Euro) aus dem Zeller Nußberg zeigten tolle Hefe- und Fruchtaromen und sollten sich in den nächsten Jahren wunderbar entwickeln.

Wenn es für eine Party oder im Hochsommer einmal kein Riesling sein soll, ist diese erfrischend fruchtige Morio Muskat Spätlese 2009 aus dem Rhodter Klosterpfad vom Weingut Gries in der Südpfalz für kleine 4,20 Euro vielleicht mal eine gelungene Abwechslung

Neben der Möglichkeit, sich durch das Angebot der vielen Weingüter zu probieren, gab es auch in diesem Jahr wieder ein kleines  Seminarangebot der Deutschen Wein- und Sommelierschule. In einem Seminar zeigte Peter Gebler (unter anderem einer der beiden einzigen deutschen Cape Wine Master aber auch anerkannter Experte Österreichischen Weins) die Unterschiede im Stil zwischen dem Österreichischen Blaufränkisch und dem Württembergischen Lemberger - der selben Rebsorte, die aber durch unterschiedliche Ausbauvarianten in den beiden Regionen und anderes Terroir zu ganz verschiedenen Weinstilen führt. Den besten Blaufränkisch der letzten Zeit hatte ich gerade am Vorabend in Dirk Würtz Köigsmühle probiert. Der Österreichische Weinjournalist Helmut Knall (Knalli) ist selbst unter die Winzer gegangen und hatte uns seinem KNALLROT mitgebracht, bei dem er ganze Arbeit geleistet hat. Mit rund 32 Euro ist dieser Wein sicher nicht gerade billig, aber für diesen Preis gibt es dann auch richtig gute Qualität im Glas. (weiterlesen…)

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