Im Rahmen des 14. Rheingau Gourmet & Wein Festival präsentierte das kalifornische Weingut Beringer Vineyards eine Auswahl seiner Weine im Gutshaus des VDP-Weinguts Georg Müller Stiftung in Hattenheim. Moderiert wurde die Veranstaltung abwechselnd in deutscher und englischer Sprache. Den englischen Part übernahm der eigens dafür aus Kalifornien angereiste Beringer-Vertriebsleiter. Auf Deutsch stand Kai Schattner Rede und Antwort. Er wurde 2003 als Sommelier des Jahres im GaultMillau WeinGuide für seine Arbeit im Sternerestaurant Ente im Hotel Nassauer Hof Wiesbaden ausgezeichnet. Schattner, der das Weingut Beringer in den letzten Jahren mehrfach besucht hat, war damit ein kompetenter Ersatz für den kurzfristig verhinderten Weinjournalisten Ingo Swoboda, der im Vorfeld der Veranstaltung als Moderator angekündigt war.

Das 1876 von den Mainzer Brüdern Jacob und Frederick Beringer in St. Helena (Kalifornien) gegründete Weingut Beringer ist das älteste durchgängig betriebene Weingut im Napa Valley. Heute ist das Weingut allerdings nicht mehr in der Hand der Familie Beringer. Die Familie verkaufte das Weingut 1971 an Nestlé. Mittlerweile gehört Beringer Vineyards zur Forster’s Group, einem weltweit tätigen australischen Getränkekonzern. Beringer besitzt derzeit über 4.000 ha Rebfläche und erzeugt im Durchschnitt 90 Mio. Flaschen Wein pro Jahr.
Das Weingut mit dem 1850 erbauten Hudson House, dem 1884 nach dem Vorbild der Mainzer Familienvilla erbauten Rhine House, den Rund 400 Meter langen Tunneln (die schon in Zeiten ohne Klimaanlage ideale Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen für Ausbau und Lagerung der Weine ermöglichten) und dem Weinbaubetrieb selbst, der als einer der weltweit ersten über mehrere Ebenen so angelegt wurde, dass die Verarbeitung von der Traube bis zum Wein ohne Pumpen und nur mit natürlicher Schwerkraft möglich war, kann ganzjährig besichtigt werden. Im Jahr 2001 wurde Beringer Vineyards in das National Register of Historic Places (Nationales Verzeichnis der Historischen Stätten), die offizielle Kulturdenkmalliste der US-Regierung aufgenommen.
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