10. Mai 2010

Wie bereits berichtet, stellte das Weingut St. Antony aus dem rheinhessischen Nierstein in diesem Jahr einigen Weinbloggern und der Twitter-Weinszene einige seiner Weine vor der offiziellen Markteinführung zum Test zur Verfügung. Unter dem Link findet sich auch ein Weingutsportrait. Waren es im Ende Februar der Riesling Bodenschatz 2009 und der 2009er Rose, so sind es diesmal der Riesling Rotschiefer 2009 und Weißburgunder 2009.
St. Antony Weißburgunder 2009
Der mit Schraubverschluss (Stelvin+) verschlossene Weißburgunder 2009 stammt aus Trauben aus der Umstellung zum ökologischen Landbau. Helles Gelb, für einen Stillwein noch richtig kräftige Kohlensäure, sehr milde Säure, schöne Nussaromen, Zitrus, Quitten, wirkt sensorisch nicht absolut trocken. Das feine leichte rheinhessische Gegenmodel zu den kräftigen Badischen Weißburgundern. Vielseitiger Speisenbegleiter auch für all jene, die bei Riesling ein Säureproblem haben. Wirkt abgesehen von der Kohlensäure schon deutlich harmonischer und trinkfertiger als der Rotschiefer Riesling. 83P
St. Antony Riesling Rotschiefer 2009
Der Rotschiefer kommt in sehr hochwertiger Ausstattung mit Glasverschluss daher und enthält laut Etikett einen Riesling aus alten Reben in Steillagen die in ökologischen Anbau bewirtschaftet werden. Der Wein ist einfach noch sehr jung, hat noch etwas Kohlensäure, eine schöne frische Säure, saftige Frucht mit Noten von Pfirsich, Limonen und Stachelbeeren, etwas cremiges mit einem Hauch Vanille, durch ein wenig Gerbstoffe ein angenehm herbe Note und eine leichte mineralische Würze. Mit 13% Vol. ein Hauch zu viel Alkohol. Mir scheint, für Rieslinge dieser Klasse ist 12,5 % Vol. der ideale Alkoholgehalt. Ich habe den Wein über 5 Tage getrunken, er verlor nur etwas seiner frische, blieb ansonsten sehr stabil. 87+P
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21. Juli 2009

Neben seinem Sortiment an klassischen Discounter-Weinen führt ALDI-Süd seit etwa drei Jahren regelmäßig zeitlich oder mengenmäßig begrenzte Aktionen mit hochwertigeren Deutschen Weinen durch:
Der Rheingauer VDP-Winzer Hans Lang lieferte 2008 beispielsweise 60.000 Flaschen Riesling Classic, die zu 7,99 Euro in den Regalen standen. Das ebenfalls zum Verband der Prädikatsweingüter (VDP) zählende Mosel-Weingut S.A. Prüm aus Bernkastel lieferte im letzten Jahr Weine vom einfachen Kabinett bis zu Goldkapsel-Auslesen aus den Top-Lagen Graacher Himmelreich (Jahrgänge 2003 und 2005) und Wehlener Sonnneuhr (2005) die für 19,99 in den 1300 ALDI-Süd Filialen standen und in Windeseile ausverkauft waren. Dieses Jahr kam aus den Reihen des VDP noch das Weingut Blankenhorn aus Schliengen in Baden dazu, dessen 2007er Spätburgunder aktuell für 6,99 Euro bei ALDI-Süd zu haben ist.
All diese kleineren Aktionen in Zusammenarbeit mit bekannten deutschen Winter werden allerdings (zumindest mengenmäßig) durch die Edition Fritz Keller in den Schatten gestellt: Als dieses Projekt unter der Regie des VDP-Urgesteins Fritz Keller aus Oberbergen am Kaiserstuhl im letzten Jahr erstmals durchgeführt wurde, beteiligten sich 432 aus ganz Baden und machten so die Menge von 350.000 Flaschen identischen 2007er Weißburgunders möglich. Am aktuell zu 5,99 Euro verkauften Jahrgang 2008 sollen sich mehr als 750 Winzer beteiligt haben, so dass die abgefüllte Menge bei über einer halben Million Flaschen liegen dürfte. Dazu kommen noch einmal ähnliche Mengen eines 2008er Rosé (5,99) und eines 2007er Spätburgunders, die ebenfalls aktuell als Edition Fritz Keller angeboten werden (6,99 Euro). Für die beteiligten Winzer war Ertragsreduzierung durch Traubenteilung und reduzierte Düngung, ausgesuchte Rebflächen mit einem Mindestalter von 10 Jahren und selektive Handlese Voraussetzung, um Trauben für diese Regional-Cuveé einliefern zu dürfen. (weiterlesen…)