20. August 2010

Unter dem Thema “Wein und Musik” hat der Wein-Reich-Blog die Weinrallye #36 ausgerufen. Man könnte nun darüber schreiben, welche Musik man zu welchem Wein hören soll, so wie es diverse Bücher gibt, welche Speisen zu welchem Wein passen oder welche Frau zu welchem Wein passen soll. In diesem Betrag wird aber darum gehen, welche Musik der Wein bei seiner Entstehung zu hören bekommt.

Winzer Reinhard Löwenstein vom Weingut Heymann-Löwenstein ist immer für neue Ideen zu haben und er wird sich gedacht haben, wenn schon bei Kühen erwiesen ist, das sie bei der richtigen Musik mehr und bessere Milch geben, warum soll sein sehr vom Terroir-Gedanken geprägter Wein nicht auch noch besser werden, wenn ihm natürliche heimische Musik vorgespielt wird. So wurden 2007 sechs Orgelpfeifen aufgehängt, die angetrieben vom Wind und seinen Geräuschen vor dem Weingut Klänge durch die Decke des über hundert Jahre alten Gewölbekellers leise Klänge in den Keller transportieren, die entfernt an Walgesänge erinnern. Ein Großteil der erzeugten Geräusche liegt dabei allerdings außerhalb des menschlichen Hörspektrums.

Neben den Orgelpfeifen kamen in der Folgezeit auch noch die Elemente den Keller. Dem Element Wasser wurde eine Installation gewidmet, bei der Moselgrundwasser aus einem Stein heraus austritt und über eine Stahlrinne durch eines der drei langen Kellergewölbe fließt.

Auch das Element Erde wurde ins rechte Licht gesetzt.

Auf echtes Feuer wurde dann doch verzichtet aber Beleuchtungselemente im gesamten Keller sollen das Element Feuer vertreten. Hier zu sehen an der Treppe in den Keller (weiterlesen…)
19. Mai 2010

Im Rahmen der Aktion “Chefreakteur für einen Tag” (#cr41day) der Rhein-Zeitung durfte Deutschlands bekanntester Blogger Sascha Lobo am gestrigen Dienstag für einen Tag in die Rolle des Chefredakteurs schlüpfen. Heute erscheint die von ihm verantwortete Ausgabe der Rhein-Zeitung (Verbreitungsgebiet: nördliches Rheinland-Pfalz von Mainz bis an die nordrhein-westfälische Landesgrenze kurz vor Bonn).
Auf einer landesweit erscheinenden Seite stellte Kurzzeitchef Lobo dabei den drei Weinbloggern Mario Scheuermann (DrinkTank), Dirk Würtz (Würtz-Wein) und dem Weinkaiser-Blog Platz für Weintipps und ein Weingutsportrait zu Verfügung. Auf die halbe Zeitungseite passten natürlich nur Kurzfassungen der Epfehlungen. Die ausführlichen Fassungen der drei Beträge finden Sie auf der Internetseite der Rhein-Zeitung unter “Wein-Wissen aus dem Netz: Drei Blogger geben Tipps“. Die kompletten ePaper- und die PDF-Ausgaben der Rhein-Zeitung sind heute und morgen übrigens kostenlos abrufbar.
Den Weinkaiser-Beitrag finden Sie auch hier:
Immer wieder lecker:
Die zartfruchtigen Riesling Kabinett- und Spätlese-Weine vom Weingut Reinhard & Beate Knebel aus der Steillage Winninger Röttgen gehören zu den allerbesten Weinen ihrer Art. Egal ob der etwas leichtere und frischere Röttgen Kabinett, die konzentriertere Röttgen Spätlese oder die hochkomplexe Röttgen Spätlese Alte Reben:

Diese Weine mit ihren intensiven Steinobst- und Zitrusfruchtaromen, der feinen Süße, der wunderbar herben und leicht kräutrigen Mineralität und der erfrischen Säure haben hohes Suchtpotential. Diese Mosel-Rieslinge schmecken übrigens nicht nur jung. Beim Kabinett über 5-6 Jahre und bei den Spätlesen über mindestens acht Jahre werden die Aromen immer komplexer und die Süße wird im Gegenzug immer geringer wahrnehmbar. Gute Rieslinge zeigen ihr volles Potential eben meist erst mit ein paar Jahren Reife.
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17. Mai 2010

Zum achten Mal fand am vergangenen Sonntag das Steillagenweinfest Winningen im Brückstückweg durch die Winninger Steillagen Brückstück und Röttgen statt. Auf etwas über zwei Kilometern konnte an neun Ständen Wein verkostet oder geschlemmt werden. (weiterlesen…)
9. Dezember 2009

Vertikalen großer Bordeaux sind keine Seltenheit, ist es doch (zwar mit gewissem finanziellen Aufwand) fast immer möglich, fehlende Flaschen über die vielen regelmäßig stattfindenden Auktionen zusammen zu tragen. Eine solche, fast lückenlose, Vertikale eines deutschen Top-Rieslings sucht allerdings ihres gleichen, da kaum jemand alle dazu nötigen Weine selbst eingelagert hat und reife Rieslinge auf Auktionen und im Handel so gut wie nie zu bekommen sind.

Zwei Bonner Weinfreunde, beide seit langem Heymann-Löwenstein-Fans, haben den Großteil dieser Uhlen-Kollektion aus ihren umfangreichen Privatsammlungen zusammen getragen und die noch fehlenden Jahrgänge konnten mit Hilfe von Winzer Reinhard Löwenstein und des Berliner Lokals Weinstein hinzugefügt werden.

Zur Verkostung standen 20 verschiedene Uhlen-Riesling aus dem Weingut Heymann-Löwenstein von 1996 bis 2007. Dazu gab es einen als Pirat angekündigten Wein, der ohne nähere Angaben zu seiner Herkunft aus dem Dekanter serviert wurde. Bis zum Jahrgang 2000 füllte Reinhard Löwenstein nur einen “trocken” Uhlen, seit 2001 werden die Schieferformationen Roth Lay (Uhlen R), Laubach (Uhlen L) und Blaufüßer Lay (Uhlen B) von Löwenstein getrennt ausgebaut. Seit dem gibt es also jählich drei sensorisch mehr oder weniger trockene Uhlen-Rieslinge. Nach einer kurzen Diskussion vor Beginn der Verkostung haben wir uns für die Probenreihenfolge beginnend mit den ältesten Jahrgängen und endend mit den jüngsten entschieden. (weiterlesen…)
22. November 2009

Heymann-Löwenstein Winninger Uhlen Riesling Auslese Goldkapsel 1998
Kräftiges goldgelb, intensiver Duft von Grapefruit und reifen Pfirsichen, im Mund auch herbe Grapefruit, Pfirsich, Mirabellen, Mandarine, etwas Botrytis, cremig, ein Hauch Karamell, saftig, eine feine dezente Süße, stabile Säure, gute Länge. 94P
So meine Verkostungsnotiz vor einigen Wochen, als ich eine der Flaschen mit Freunden zur Creme Brûlée getrunken habe. Die heutige Flasche wollte ich eigentlich zum Abschluss der gestrigen Verkostung von 21 “trockenen” Uhlen aus dem Hause Heymann-Löwenstein von 1996-2007 beisteuern, habe sie aber im Eisschrank vergessen. Da ich erst 12 Stunden später zurück war, rechnete ich mit einer geplatzten Flasche. (weiterlesen…)
1. Februar 2009

Heymann-Löwenstein Riesling Schieferterrassen 2003
Der Riesling Schieferterrassen ist seit Mitte der Neunziger Jahre der Basiswein des Winninger Weingutes Heymann-Löwenstein. Einige Jahre hatte Reinhard Löwenstein den Namen Schieferterrassen markenrechtlich geschützt, mittlerweile ist er wieder freigegeben und hat bereits eine Reihe von Trittbrettfahrern gefunden. Dies hier und heute ist also sozusagen das Schieferterrassen-Original und da es von der 2003er Variante dieses Weines mehrere unterschiedlich ausgefallene Füllungen gibt sei hier auch das Ende der AP-Nr. genannt: 0404. (weiterlesen…)
1. Dezember 2008

Heymann-Löwenstein Winninger Uhlen Riesling Auslese Goldkapsel 1997
Auf diesen Wein hatte ich eine gewisse Vorfreude. Eine 1995er Uhlen Auslese (1/1 Flasche ohne Goldkapsel) von Reinhard Löwenstein, im Sommer 2007 getrunken, zählt zu den besten gereiften Rieslingen, die ich je im Glas hatte. Dazu kommen die guten Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit einer Reihe von trockenen 97er dieses Weinguts gemacht habe. Um das Jahr 2001 herum konnte ich gemeinsam mit Freunden die kompletten Restbestände der Heymann-Löwenstein-Weine einer in Abwicklung befindlichen Kölner Weinhandlung erwerben. Einzelflaschen aus fast allen Jahrgängen der 90er sowie ein paar Kisten 1998er Goldkapselauslesen und Eisweine. Ein Teil dieser Weine stand übrigens bei der Heymann-Löwenstein-Verkostung des Kölner Weinforums im April 2006 auf dem Tisch. Die 1997er Goldkapselauslese kannte ich bisher nicht und habe sie (und ein Zweitfläschchen) erst kürzlich aus dem Privatkeller eines befreundeten Weinhändlers erworben.
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