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Mrz 01

Portwein-Workshop mit Axel Probst

FISCHERS Weingenuss & Tafelfreuden der Kölner Sommelière Christina Fischer und die Sommelier Union hatten geladen und viele kamen zum Portwein-Mitmach-Workshop in der Galerie des FISCHERS.

Als Seminarleiter konnte der Langenfelder Portweinspezialist Axel Probst gewonnen werden, der u.a. im Internet das „World of Port-Portal“ betreibt und der selbst vor wenigen Wochen in Leverkusen die umfangreichste je in Deutschland durchgeführte Portwein-Präsentation veranstaltete (dort waren u.a. alle deklarierten 2007er Vintage-Ports vertreten). Axel Probst kam Anfang der 90er Jahre in England zum Portwein. Das er sich mittlerweile komplett vom Thema Bordeaux abgewendet hat und sich nun fast ausschließlich dem Port widmet hat auch mit der extremen Preisentwicklung im Bordelais zu tun. Gute Vintage Ports mit jahrzehntelangem Potential sind heute für einen Bruchteil eines Spitzenbordeaux zu bekommen und trotzdem qualitativ auf Augenhöhe. Axel Probst: „Ich war schon immer der Ansicht, dass ein gereifter Vintage Port oder ein gealterter Tawny auch einem sehr guten Bordeaux in Bezug auf Komplexität und Aromenvielfalt den Rang ablaufen kann.“

Der Workshop behandelte die wesentlichen Unterschiede von Ruby, Tawny und Vintage (sowohl geschmacklich als auch beim Ausbau der Ports), Informationen zu Rebsorten und zur Anbauregion am Douro, Lagenklassifikationen, Qualitätssicherungsmaßnahmen des Portweininstituts, passenden Speisen zum Port und die wichtigsten geschichtlichen Hintergründe. Dazu wurde die gesamte Bandbreite der Portweinerzeugung verkostet.

Die Farben reichten von hellem Gelb bei einem an torfigen Malt-Whisky erinnernden White Ports über Pink bei einem auf junge Alkopop-Trinkerinnen zugeschnittenen Rosé Port und helles braun bei lange Fassgereiften Tawnys & Colheitas bis hin zu einer tiefen dunkel-violetten Farbe beim jungen Vintage Port (unteres Bild).

Verkostet wurden Ports von Sandeman, Graham, Vista Alegre, Cockburn, Warre und der Quinta do Vesuvio. Die höchste Qualität hatte der 1994er Vintage Port der Quinta do Vesuvio,der sich allerdings gerade in einer etwas verschlossenen Phase befindet. In erstaunlich toller Qualität präsentierte sich aber auch schon der gerade erst veröffentlichte junge Pendant: Quinta do Vesuvio Vintage Port 2007 mit seiner wunderbar intensiven dunklen Fruchtnoten, ebenso intensiven Nelken, schwarzem Pfeffer und anderen Gewürz- und Kräuteraromen, einer feinen Fruchtsüße, einfach ein extrem dichter Wein mit einer sehr schönen dunkelvioletten Farbe. Dieser Wein macht richtig Lust, Vintage Ports nicht nur in gereiftem Alter, sondern auch einmal ganz jung zu genießen.


Über den Autor

Ralf Kaiser

Gründer von Weinkaiser.de, inzwischen einer der meistgelesenen Weinseiten im deutschen Sprachraum. Ralf ist Mitglied der Redaktion des Gault&Millau Weinguide Deutschland und diverser internationaler Weinjurys. Er verbindet die weinjournalistische Tätigkeit mit seiner langjährigen Erfahrung als Fotograf. Daneben berät er Kunden aus dem In- und Ausland beim Aufbau von Blogs und Social-Media-Aktivitäten.

Mehr unter weinkaiser.de/autorenprofil-ralf-kaiser/

2 Kommentare

  1. JuppiNo Gravatar

    hallo ralf, das macht mich richtig neidisch. ich habe schon immer gerne port getrunken, aber während einer woche urlaub im dourotal im februar hat sich ndas noch mehr gefestigt. und die ports der quinta do vesuvio gehören imo zu den größten sachen aller zeiten ! mövenpick verschleudert übrigens den 97er grade für unter 70 euro !

  2. Annette HasenburgNo Gravatar

    Liebe Portweinexperten,

    ich habe eine Flasche Madeira geschenkt bekommen, von der ich gerne wüsste, was sie wert ist, da ich sie verkaufen möchte. Hat jemand Interesse?
    Falls ich Mailadressen erhalte, schicke ich gerne Photos von der Flasche.
    Es handelt sich um einen Madeira von 1845, Cossart Gordon, Bual Solera 1845, 21%.

    Ich würde mich sehr über Ihre Hilfe und Angebote freuen. Mit besten Grüßen

    A Hasenburg

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