19. Mai 2010

Weinkaiser schreibt in der Rhein-Zeitung

Kategorie: Allgemein — Weinkaiser @ 07:18

Im Rahmen der Aktion “Chefreakteur für einen Tag” (#cr41day) der Rhein-Zeitung durfte Deutschlands bekanntester Blogger Sascha Lobo am gestrigen Dienstag für einen Tag in die Rolle des Chefredakteurs schlüpfen. Heute erscheint die von ihm verantwortete Ausgabe der Rhein-Zeitung (Verbreitungsgebiet: nördliches Rheinland-Pfalz von Mainz bis an die nordrhein-westfälische Landesgrenze kurz vor Bonn).

Auf einer landesweit erscheinenden Seite stellte Kurzzeitchef Lobo dabei den drei Weinbloggern Mario Scheuermann (DrinkTank), Dirk Würtz (Würtz-Wein) und dem Weinkaiser-Blog Platz für Weintipps und ein Weingutsportrait zu Verfügung. Auf die halbe Zeitungseite passten natürlich nur Kurzfassungen der Epfehlungen. Die ausführlichen Fassungen der drei Beträge finden Sie auf der Internetseite der Rhein-Zeitung unter “Wein-Wissen aus dem Netz: Drei Blogger geben Tipps“. Die kompletten ePaper- und die PDF-Ausgaben der Rhein-Zeitung sind heute und morgen übrigens kostenlos abrufbar.

Den Weinkaiser-Beitrag finden Sie auch hier:

Immer wieder lecker:
Die zartfruchtigen Riesling Kabinett- und Spätlese-Weine vom Weingut Reinhard & Beate Knebel aus der Steillage Winninger Röttgen gehören zu den allerbesten Weinen ihrer Art. Egal ob der etwas leichtere und frischere Röttgen Kabinett, die konzentriertere Röttgen Spätlese oder die hochkomplexe Röttgen Spätlese Alte Reben:

Diese Weine mit ihren intensiven Steinobst- und Zitrusfruchtaromen, der feinen Süße, der wunderbar herben und leicht kräutrigen Mineralität und der erfrischen Säure haben hohes Suchtpotential. Diese Mosel-Rieslinge schmecken übrigens nicht nur jung. Beim Kabinett über 5-6 Jahre und bei den Spätlesen über mindestens acht Jahre werden die Aromen immer komplexer und die Süße wird im Gegenzug immer geringer wahrnehmbar. Gute Rieslinge zeigen ihr volles Potential eben meist erst mit ein paar Jahren Reife.

(weiterlesen…)

18. April 2010

Weinrallye #32: WG Mayschoss-Altenahr Spätburgunder Auslese Altenahrer Klosterberg 2006

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 22:58

Iris Rutz-Rudel vom Weingut Lisson im südfranzösischen Languedoc hat zur Weinrallye #32 mit dem Thema Pinot Noir / Spätburgunder aufgerufen.

Da Pinot Noir oder zu deutsch Spätburgunder meine liebste Rebsorte für Rotweine ist, beteilige ich mich natürlich gerne. Der Wein für die Weinrallye sollte allerdings einerseits nicht ganz alltäglich sein, andererseits wollte ich auch der beim Pinot naheliegenden Versuchung widerstehen, in den Wettbewerb um den größten, besten oder teuersten Pinot bei der Weinrallye einzusteigen. Meine Wahl viel auf eine Spätburgunder Auslese 2006 aus dem Altenahrer Klosterberg von der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr. Es handelt sich dabei um den Lieblingsrotwein meiner Mutter und wer glaubt, ich habe auf den Zusatz “trocken” nur verzichtet, weil das ja eh klar sei, hat sich getäuscht: Dieser Wein ist eine fruchtsüße Spätburgunder Auslese.

Die allermeisten Rotweine mit leichter Restsüße, die ich in meinem Leben probiert habe, waren grausam. Diese Spätburgunder Auslese der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr ist seit Jahren die eine Ausnahme von dieser Regel. Ich kenne diesen Wein seit ungefähr fünf Jahrgängen. Die Qualität blieb dabei stetig auf hohem Niveau. Vor allen bei den Damen nahezu jeglichen Alters in Nachbarschaft wie Verwandtschaft steht diese Auslese sehr hoch im Kurs.

Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr Spätburgunder Auslese Altenahrer Klosterberg 2006
Dunkles Kirschrot mit leichten violetten Reflexen, Tolle Pinot-Nase, vor allem dunkle Früchte aber auch etwas Erd- und Himbeere, Bitterschokolade, ein Hauch feines Tannin, leichte Fruchtsüße, tolle Säure und gut eingebundene 12% Vol. Mit 13,90 Euro sicher etwas teurer als für fruchtsüße Rotweine üblich, dafür aber auch ein gutes Stück besser. 86P

Meine persönlichen Lieblinge von der WG Mayschoss-Altenahr sind aktuell übrigens die beiden Weine rechts und links der Auslese: Spätburgunder Edition Ponsart Goldkapsel 2004 und 2006. Toller und sehr lagerfähiger Ahr-Spätburgunder, Jahr für Jahr im Bereich von 89-91 Punkten und für rund 17 Euro ab Hof.

8. September 2009

14. Weinforum Mittelrhein & Ahr in Bonn

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 23:38

Im 14. Jahr des Weinforums Mittelrhein war der Veranstaltungsort erstmals außerhalb der rheinland-pfälzischen Landesgrenzen. In jedem zweiten Jahr findet es auf Burg Rheinfels hoch über St. Goar statt, in den Jahren dazwischen unter anderem schon im Künstlerbahnhof Rolandseck und nun zum ersten mal im Rheinischen Landesmuseum Bonn. Das 1893 erbaute Museumsgebäude wurde 2003 nach sechsjähriger!!! Sanierungs- und Umbauzeit vom Landschaftsverbandes Rheinland wiedereröffnet und zählt für mich zu den architektonisch bedeutendsten Museumsgebäuden Deutschlands.

Veranstalter des Weinforums Mittelrhein sind die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Weinwerbung Mittelrhein und die Ahr-Rhein-Eifel Touristik. Seit sechs Jahren ist aus der früher reinen Mittelrhein-Veranstaltung ein Gemeinschaftsprojekt Mittelrhein & Ahr geworden. Präsentiert wurden 90 in diesem Jahr von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit goldener oder silberner Kammermünze ausgezeichnete Weine sowie je fünf Sekte und Edelbrände. Der Wert dieser Kammer-Prämierungen hält sich sicher in Grenzen: Für mich bedeutet eine Gold- oder Silbermünze nicht, dass es sich damit automatisch um einen großartigen Wein handelt. Man kann sich bei den Goldprämierten allerdings  ziemlich sicher sein, dass es sich um einen sensorisch fehlerfreien Wein handelt und das ist aus meiner Sicht ja auch schon einiges Wert. Sensorische Fehlerfreiheit sollte zwar auf jeden Deutschen Qualitätswein zutreffen, da vor der Vergabe der zwingend vorgeschriebenen AP-Nummern ein Sensoriktest stattfindet, aber darauf konnte man sich wohl noch nie verlassen.

Die Besucherzahlen blieben diesmal leider deutlich hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück: Am Samstag rund  50 Besucher, davon ein Großteil Ehrengäste aus Politik und Verbänden. Am Sonntag war die Besucherzahl noch deutlich geringer. Schade für die Veranstalter, gut für die Besucher, die die Gelegenheit nutzten mit den anwesenden Winzern einmal etwas intensiver ins Gespräch zu kommen als es sonst bei solchen Präsentationen möglich ist. (weiterlesen…)

16. Oktober 2008

WG Mayschoß-Altenahr Frühburgunder Edition Pitt Kreuzberg 2006

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 10:53

Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr Frühburgunder Edition Pitt Kreuzberg 2006

Zu Ehren des an der Ahr geborenen Künstlers Pitt Kreuzberg (1888-1966, Expressionist) ist in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen der Volksbank RheinAhrEifel und der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr diese Sonderedition entstanden.

Für einen Frühburgunder recht kräftiges dunkles Rot mit purpur-violetten Reflexen. In der Nase typische Fruchtnoten von Kirschen und diversen roten Beeren sowie ein Hauch von Vanille (obwohl nicht im Barrique sondern im alten Holzfass ausgebaut). Im Mund die gleichen Früchte, dunkle Schokolade, eine schöne Säurestruktur, etwas Mineralik und ein wenig feines Tannin. Der Alkohol ist gut eingebunden und kaum wahrnehmbar - auf keinen Fall störend. Der Wein ist als trocken ausgezeichnet, wirkt aber durch seine hohe Fruchtigkeit und evtl. ein paar verbliebenen Gramm Restzucker nicht knochentrocken, sondern hat eine angenehme leicht süßliche Note. Insgesammt ein leicht zugänglicher und nicht zu schwerer Ahrwein, der immer wieder Spaß macht. 86P

12. August 2008

Leichte Riesling-Spätlese von der Ahr

Kategorie: Wein — Weinkaiser @ 13:04

Weingut Bäcker Mayschosser Mönchberg Riesling Spätlese 2007
Restsüße Riesling Spätlesen gibts es ja in diversen Ausprägungen, darunter in guten Jahren auch viele abgestuften Auslesen mit um die 8% Alkohol und 70-100 g Restzucker. Dieser Wein vom ökologisch wirtschaftenden (ECOVIN) Weingut Bäcker an der Ahr wirkt wie das genaue Gegenmodel. Ein leichter Sommerwein mit kaum auffälligen 11% Alk. und nur 20 g Restzucker. Dazu kommt eine milde Säure, die auch all jenen, denen manche Riesling auf den Magen schlagen, zusagen sollte. Der Wein hat in der Nase noch dezente Hefenoten, scheint erst kürzlich gefüllt worden zu sein. Dazu kommen im Mund leichte Zitrusaromen. Insgesammt wirkt der Wein nicht besonders Riesling-typisch, wirkt eher wie leichter Sauvignon-Blanc. Erfrischend im Sommer auf der Terrasse ist er trotzdem. 82P