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Feb 18

Weinkaiser.de Gewinnspiel zu Stuart Pigotts Weinwunder Deutschland 2012

Der Engländer im Großkarrierten, wie der Weinjournalist Pigott sich selbst gerne nennt, war mal wieder unterwegs in Sachen Deutscher Wein. Mit Zug und Klapprad ging es zu 22 Weingütern in acht deutschen Weinregionen. Die besuchten Weingüter lesen sich (v.a. zusammengenommen mit der ersten Staffel) wie das Who is who der deutschen Winzerschaft. Dabei erzählt Stuart Pigott viel Wissenswertes und lässt einige spannende Gesprächspartner zu Wort kommen.

Einmal liegt aber auch der anerkannte Weinexperte Pigott daneben. Vor dem Besuch beim fränkischen Winzerhof Stahl, das zu den wenigen richtig guten Müller-Thurgau-Erzeugern zählt, erklärt Stuart Pigott die Herkunft der „ersten von Menschenhand und nicht von der Natur geschaffenen Traubensorte“. Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau hat sie 1882 an der Forschungsanstalt Geisenheim gezüchtet. Allerdings weder aus den lange angenommenen Elternreben Riesling und Silvaner (darauf geht auch der Name Rivaner zurück, der gerne als moderner klingendes Synonym für Müller-Thurgau verwendet wird) noch aus den von Pigott vermuteten Elternreben Riesling und Gutedel. Durch gentechnischer Untersuchungen seit 1998 weiß man, dass es sich um eine Kreuzung der Sorten Riesling (Mutter) und Madeleine Royale (Vater) handelt.

Die sechs neuen Folgen:

Schloss oder Schuppen – woher kommt der gute Wein?
Schloss Johannisberg (Rheingau), Maximin Grünhaus (Ruwer), Eva Vollmer (Rheinhessen) und Shelter Winery (Hans-Bert Espe & Silke Wolf, Breisgau/Baden).

Frankens neue Saftigkeit
Horst Sauer (Franken), Rainer Sauer (Franken), Winzerhof Stahl (Franken).

Jäger der verlorenen Schätze
Daniel Vollenweider (Mosel), Van Volxem (Saar), Eva Fricke (Rheingau) und die Jungwinzervereinigung Südpfalz-Connexion (Pfalz).


Spätburgunder – drei Farben Rot
Rudolf Fürst (Franken), Knipser (Pfalz) und Bernhard Huber (Baden).

Im Osten viel Neues
Klaus Zimmerling (Sachsen), Schloss Proschwitz (Sachsen), Pawis (Saale-Unstrut) und Uwe Lützkendorf (Saale-Unstrut).

Deutscher Schaumwein – Edelperlen oder Kellergeister?
Wagner-Stempel (Rheinhessen), Volker Raumland (Rheinhessen), Kirsten (Mosel) und Fritz Müller (Rheinhessen).

Aus dem Vorwort des Booklets:

Trotz jahrhundertealter Weinbautradition galt der deutsche Wein bis vor Kurzem als bieder und billig. Masse statt Klasse war das Motto.

Doch vor etwa zwei Jahrzehnten machten sich die ersten jungen, innovativen und kreativen Winzer auf, Wein-Deutschland zu verändern: Qualität, Charakter, Individualität (neudeutsch „terroir“), nachhaltiger Weinbau und Anpassung an den Klimawandel sind die neuen Werte, die nicht nur den Weingenuss an sich, sondern die gesamte deutsche Weinlandschaft verändern werden. In einer Zeit, in der Wein allgemein nicht mehr als elitär und steif, sondern zunehmend als cool und dynamisch empfunden wird, finden so die neuen deutschen Winzer mit Ihrem Innovationsdrang ihren Platz an der Spitze dieser neuen Genuss-Bewegung.

Wer aber steht hinter Namen wie „Südpfalz Connexion“, „Van Volxem“ oder „Knipser“? Wird es ihnen gelingen, so bessere Zukunftsperspektiven für die Winzer und ihre Familien zu schaffen?

Im Vivienne Westwood-Anzug machte ich mich auf die Reise zu diesen Weinmenschen und erforschte für Sie das „Weinwunder Deutschland“.

Ihr „Wein-Punk“ Stuart Pigott

Daten der DVD: VÖ. 17.01.2012, Laufzeit: 180 Min; Bild: 16:9, Ton: Dolby Digital Plus, Genre: Dokumentation. Eine Produktion von Megaherz und Moviepool im Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunks.

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Drei Exemplare der DVD können auf der Facebook-Seite von Weinkaiser.de gewonnen werden. Die Preisfrage lautet: Wieviel Liter fasst das unten abgebildete Holzfass, das ich vor kurzem in einem extrem alten Weinkeller fotografiert habe. Als richtig gilt die auf dem Fass angegebene (eingebrannte) Zahl. Tipps können abgegeben werden bis Sonntag 26.02.2012 um 20 Uhr. Die drei genauesten Tipps gewinnen. Gibt es zu viele richtige oder gleich nahe Tipps, entscheidet das Los. Auf mehrfache Nachfrage: wer über keinen Facebook-Account verfügt, kann seinen Tipp auch hier in den Kommentaren abgeben.

Danke an die rund 40 Teilnehmer fürs mitraten. Die Gewinner sind benachrichtigt. Die Lösung ist 1025 Liter. Das Fass steht im ältesten Weinkeller Deutschlands bei den Vereinigten Hospitien in Trier. Hier ist das Bild nun ohne schwarzen Balken:

Altes Weinfass


Über den Autor

Ralf Kaiser

Gründer von Weinkaiser.de, inzwischen einer der meistgelesenen Weinseiten im deutschen Sprachraum. Ralf ist Mitglied der Redaktion des Gault&Millau Weinguide Deutschland und diverser internationaler Weinjurys. Er verbindet die weinjournalistische Tätigkeit mit seiner langjährigen Erfahrung als Fotograf. Daneben berät er Kunden aus dem In- und Ausland beim Aufbau von Blogs und Social-Media-Aktivitäten.

Mehr unter weinkaiser.de/autorenprofil-ralf-kaiser/

3 Kommentare

  1. Thomas SixtNo Gravatar

    Manchmal liegen auch Experten daneben, toller, informativer Beitrag. Was Deutsche Weinbauern immer noch nicht schaffen ist eine vernünftige Vermarktung. Das ist mein Eindruck. Zuletzt in Korea kannten Geschäftspartner Weine aus der Wachau, Deutsche Weine sind dort nicht im Focus. Dabei gibt es ausgezeichnete Weine die es verdienen würden, in der Welt mehr Fans zu bekommen. Gruß Thomas

  2. Doris JacobsNo Gravatar

    Ich kann nur schätzen und ich tippe auf 200 Liter. Ein schönes Wochenende und vielen Dank.

  3. Roland GrafNo Gravatar

    900 Liter

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